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9. Juni 2021

Livent: Wir holen uns die volle Dynamik des Lithium-Marktes

Etwa zur Jahreswende ist der Markt in den 2. Lithium-Boom gestartet. Die Hintergründe des Booms dürften Ihnen geläufig sein. Im Kampf gegen den Klimawandel hat sich die Lithium-Ionen-Batterie als Speicher für den automobilen Elektroantrieb zunächst durchgesetzt. Sowohl in China und Nordamerika als auch in Europa fördert die Politik den Elektroantrieb. Inzwischen sind die Preise pro Batteriezelle derart gesunken, dass E-Autos auch ohne staatliche Förderung marktfähig sind.

Mittlerweile ist das E-Auto schon lange nicht mehr nur die Domäne des US-Autobauers Tesla. Die konventionelle Konkurrenz wie VW, Ford oder Stellantis ist nun ebenfalls auf den Zug der E-Mobilität aufgestiegen.

Einige Eckdaten zum Markt: Im vergangenen Jahr wurden weltweit 3,24 Millionen E-Autos abgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 43 %. Dabei war dieses Jahr von coronabedingten Produktionsausfällen bei nahezu allen namhaften Autoherstellern  gekennzeichnet. Zu Deutsch: Ohne Corona wäre der Absatz noch ganz anders expandiert.

Derzeit gehen wir davon aus, dass sich die Nachfrage nach batteriereinem Lithium – ausgehend von der Basis 2019 – bis 2025 verdreifachen wird. Dabei lebt der Markt keineswegs nur vom gestiegenen Umweltbewusstsein der Autofahrer. Im Hintergrund wirkt in den nächsten Jahren ein mächtiger Erneuerungszyklus für die gesamte Autobranche. Platt formuliert: Die Autos, die in Westeuropa und Nordamerika auf den Straßen kreisen, haben im Durchschnitt rund 10 Jahre Laufleistung auf dem Motor. In den USA sind rund 25 % der privaten Pkw-Flotte bereits über 15 Jahre alt und stehen in absehbarer Zeit zur Entsorgung an.

Inzwischen ist der Lithiummarkt in eine spürbare Unterversorgung gelaufen. Deshalb verteuerten sich die Preise für batteriefähiges Lithium seit Jahresbeginn um rund 90 %. Zuletzt kostete eine Tonne in Asien rund 89.000 chinesische Yuan oder umgerechnet 11.440 Euro. Trotz dieses massiven Preisauftriebs hängt Lithium im Vergleich zu vielen Industriemetallen noch zurück. Kupfer oder etwa Eisenerz sind derzeit so teuer wie noch nie zuvor. Lithium hingegen hat noch viel Platz zu seinem historischen Rekordpreis von 21.850 Euro pro Tonne, den der Rohstoff Ende 2017 markierte. Beachten Sie hierzu bitte auch den am rechten Rand beigefügten Lithium-Chart!

Noch mehr Fokus und Rendite für unsere Depots

Das Trendthema E-Mobilität bzw. Lithium spielen wir seit Oktober 2020 bereits erfolgreich mit dem Dividenden-Aristokraten Albemarle. Damals habe ich noch eher konservativ disponiert, da die Lithiumnotierungen noch im Keller lagen. Der Lithiumboom war damals noch eher Prognose als Realität. Nun ist es an der Zeit, dieses Marktsegment auch offensiv zu besetzen. Dazu schaffe ich die Aktie des US-Unternehmens Livent für das offensive NextGeneration-Depot an.

Was unterscheidet Livent vom Marktführer Albemarle? Albemarle ist im Kern ein Unternehmen der Spezialchemie und erwirtschaftet nur rund 36 % mit dem Abbau und der Veredelung von Rohlithium. Livent hingegen ist ein reinrassiges Minenunternehmen. Rund 59 % des Umsatzes erzielt man in der Förderung von hochreinem Lithiumcarbonat für die Autobranche. Etwa 30 % des Umsatzes entfallen auf Butyllithium, das für die Herstellung von Kunststoff und Kautschuk verwendet wird.

Hier gilt eine einfache Regel: Die Albemarle-Aktie vollzieht Steigerungen des Lithiumpreises ungefähr eins zu eins nach. Das Livent-Papier bietet uns hingegen einen Hebel von etwa 2 und wird damit überdurchschnittlich von der erwarteten Preiserholung des Rohstoffs profitieren. Selbstredend funktioniert dieser Effekt auch in der anderen Richtung. Sollte wider Erwarten die Nachfrage nach Lithium sinken, werden wir sicherlich mit der Albemarle-Aktie glücklicher sein.

Livent erschließt sich Reserven von 1 Million Tonnen

Das US-Unternehmen fördert derzeit auf einer Meereshöhe von 4.000 Metern am Salar del Hombre Muerto in den argentinischen Anden. Wie der Name des Projektes schon verrät, gewinnt man hier das Lithium durch Verdunstung aus einem Salzsee. Die Förderkosten dieser südamerikanischen Sole-Projekte sind bekanntlich sehr niedrig. In den vergangenen Jahren gewann man hier pro Jahr im Schnitt rund 16.000 Tonnen batteriefähiges Lithium. Mittelfristig plant das Livent-Management hier eine Erweiterung der Kapazitäten von bis zu 50 %.

Den ganz großen Wurf tut man aktuell allerdings im kanadischen Québec. Dort öffnet man mit Hilfe eines Investors die Whabouchi-Mine wieder. Informierten Investoren ist dieses Projekt auch unter dem Namen Nemaska bekannt. Angeblich lagern hier im Boden 7 Millionen Tonnen des Lithiumminerals Spodumen. Dies entspricht optimistisch gerechnet rund 1 Million Tonnen batteriefähigem Rohlithium.

Zum Vergleich: Derzeit gilt der chilenische Salzsee Salar de Atacama mit geschätzten Reserven von 7,5 Millionen Tonnen als größtes Lithiumvorkommen der Welt. Sollte Livent also die Erschließung der Whabouchi-Mine gelingen, steigt man gemessen an den Reserven und der Förderkapazität in die erste Reihe der Branche auf.

Die Erschließung bzw. Wiedereröffnung eines Minenprojektes ist allerdings kein Selbstläufer. So hatte sich in der Vergangenheit bereits der Explorer Nemaska Lithium an Whabouchi mächtig verhoben und musste mitten in der Lithium-Baisse 2019 Konkurs anmelden. Inzwischen haben sich die Lithiumpreise allerdings günstig entwickelt.

Außerdem: Livent ist schon ein anderes Kaliber als der ehemalige Explorer Nemaska Lithium. Günstig ist zudem, dass Livent mit der Pallinghurst Gruppe einen erfahrenen und auch finanziell gut ausgestatteten Rohstoff-Investor an seiner Seite hat. Insgesamt wird Livent rund 25 % des Projektes kontrollieren.

Analysten erwarten jetzt explodierende Gewinne

Noch ist unklar, wann die ersten Maschinen in das Spodumen-Gestein der Whabouchi-Mine greifen werden. Ich kalkuliere hier vorsichtig und erwarte, dass das Projekt nicht vor 2025 nennenswert zum Konzerngewinn beitragen wird. Folglich ist es in den aktuellen Gewinnschätzungen der Analysten auch noch nicht berücksichtigt.

Gleichwohl lesen sich die Schätzungen meiner Kollegen – am rechten Rand für Sie in der Übersicht zusammengestellt – ausgesprochen angenehm. Im laufenden Geschäftsjahr wird das Minenunternehmen nach dem Ende der Lithium-Baisse zunächst noch einen recht schmalen Gewinn je Aktie in Höhe von 0,11 USD ausweisen. Bis 2023 soll Livent den Gewinn je Aktie allerdings fast versechsfachen.

Dieser gewaltige Gewinnsprung ist durchaus realistisch. Erst im vergangenen Jahr verlängerte man die Liefervereinbarung mit Tesla. Daneben bedient man bereits seit Längerem Panasonic. Und nun klopfen auch die europäischen Autohersteller bei Livent an. So vereinbarte man jüngst Lieferungen mit BMW im Volumen von 300 Millionen USD.

Grundsätzlich hat sich die Marktposition der Lithiumförderer in den letzten rund 10 Jahren durchgreifend verbessert. Früher standen zahlreichen Minenunternehmen einige wenige Großabnehmer wie eben Tesla oder Panasonic gegenüber. Diese Großabnehmer hatten damals noch bedeutende Preismacht. Jetzt tummelt sich auf der Nachfrageseite neben den Batterieherstellern die volle Garde der Pkw-, Lkw- und Bushersteller.

Vor allem die Autobauer fürchten, dass ihnen Lieferengpässe bei Lithium das lukrative Geschäft mit dem E-Auto ruinieren. So erwägen Tesla und VW sogar den direkten Einstieg in die Förderung. Diesem Schritt können wir als Aktionär der Albemarle und ab jetzt auch der Livent übrigens recht entspannt entgegensehen. Denn der Rohstoffmarkt ist nicht der Ort für spontane Geschäftsgründungen, schon gar nicht für branchenfremde Unternehmen.

Die hektischen Planungen bei VW und Tesla sagen uns vor allem eines: Der Lithium-Markt ist unter Feuer. Ab jetzt werden wir davon noch stärker als bisher profitieren.

Ich kaufe die Aktie der Livent für das NextGeneration-Depot mit einer Gewichtung von 10 %. Kleinere Volumina handeln Sie problemlos über Tradegate (Kauflimit: 18 Euro). Möchten Sie etwas größer einkaufen, rate ich zur Heimatbörse New York (Limit hier: 22 USD).     

 

So kaufen Sie diese Empfehlung:

WKN / ISIN:                    A2N464 / US53814L1089

Börsenplatz:                  NYSE

Limit:                               kaufen bis 22,00 USD

Gewichtung:                   10 %

Depot:                             NextGeneration

Gattung:                          Start-up

So kaufen Sie meine Empfehlung:

WKN / ISIN:                    A2N464 / US53814L1089

Börsenplatz:                  NYSE

Limit:                               kaufen bis 22,00 USD

Gewichtung:                   10 %

Depot:                             NextGeneration

Gattung:                          Start-up

Lithium-Preis in der Erholung

Livent Corp.

WKN / ISIN:       A2N464 / US53814L1089

3-Jahres-Chart in USD