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So sichern Sie Ihr Depot einfach und wirkungsvoll ab

 

Wer gelegentlich absichert, fährt einfach besser als diejenigen, die am Markt notorisch am Wind segeln. Vergleichen wir hierzu einmal das Depot zweier fiktiver Anleger, die 2020 im DAX investiert waren. Max Mutig fährt dabei prinzipiell eine Aktienquote von 100 % und verzichtet auf jede Form der Absicherung, egal ob in Form einer erhöhten Cashquote oder eines Shorts.

Das Mutig-Depot – bestehend aus einem DAX-Anteil – sackte zwischen Ende Februar und Ende März von 13.780 auf 8.500 Euro bzw. DAX-Punkte ab. Anschließend zog es allerdings wieder mächtig an und war Anfang Januar 2021 rund 14.000 Euro wert. Das entspricht einem satten Zuwachs von 64 %, den Max Mutig voll mitgenommen hat. Schließlich ist er als Dauer-Investor immer voll investiert.

Sein Kollege Volker Vorsichtig hat irgendwann Anfang März den „Corona-Braten“ gerochen und hat sein DAX-Depot teilweise abgesichert. Sein Depot setzte vom 13.780 auf 11.160 Euro zurück. Richtig begeistert war er übrigens auch nicht, denn auch er musste einen spürbaren Buchverlust von fast 20 % hinnehmen. Dann kommt es noch ungünstiger für Anleger Vorsichtig. Als der Aktienmarkt Ende März mächtig nach oben dreht, kommt er nicht rechtzeitig aus seinen Short-Positionen heraus. Auch seine Cashquote bleibt lange zu hoch. Kurzum: Während Max Mutig in der Erholungsphase satte 64 % macht, schafft Anleger Vorsichtig nur 32 %. Eine satte Under-Performance (Schlechterentwicklung)!

Jetzt die Preisfrage: Welches Depot hat am Ende besser abgeschnitten? Meine Antwort: Herr Mutig hat insgesamt nur 1,6 % verdient, obwohl er innerhalb von nur 9 Monaten eine satte Wertentwicklung von 64 % geschafft hat. Sein Problem: Er hatte vor der Erholung zu viel verloren. Die Basis, auf der die dann folgende Erholung aufbaute, war bei ihm leider sehr niedrig.

Volker Vorsichtig hat zwar die Erholungsphase fast „verpatzt“, aber er startete von einer deutlich höheren Basis, weil er sein Depot auf dem Höhepunkt der Corona-Korrektur teilweise abgesichert hatte. So war sein Depot Anfang Januar 14.730 Euro wert. Damit hat er einen Wertzuwachs von 5 % erzielt und seinen Kollegen Mutig klar abgehängt.

Das wissen Profis schon lange: Große Depots werden in der Baisse gemacht. Wer ausgedehnte Korrektur-Phasen halbwegs unbeschadet übersteht, wird wohlhabend oder gar reich. Wer hingegen alle paar Jahre wieder 30 % oder noch mehr verliert, muss sich mit der langjährigen Durchschnittsrendite des Aktienmarktes begnügen.

Deshalb sichere ich bei Bedarf die beiden Musterdepots der Premium-Chancen durch sog. Short-ETFs bzw. Short-Zertifikate ab. Das ist ein ganz wichtiger Bestandteil meiner Strategie, um langfristig die Indizes zu schlagen.

So funktioniert ein Short

Lassen Sie mich Ihnen vorab eine kleine Bedienungsanleitung für den folgenden Text an die Hand geben. Ich erkläre Ihnen nun, wie ein Short funktioniert und wie Sie mit diesen Instrumenten bei Bedarf Ihr Depot absichern. Es handelt sich zunächst also nicht um eine Empfehlung, sondern lediglich eine generelle Besprechung und Erläuterung. Sobald wir die hier erwähnten Shorts benötigen, werde ich Sie in einer Kurzempfehlung entsprechend informieren. In diesen Kurzempfehlungen werde ich die Funktionsweise eines Shorts nicht erklären, sondern stattdessen immer auf diesen Text verweisen.

Ich habe diese Erläuterungen also auf Vorrat für alle denkbaren Eventualitäten geschrieben. Dieser Text wird für Sie dauerhaft als sog. Schlüsseltext auf der Webseite zur Verfügung stehen.

Wie funktioniert ein Short? Die Deutsche Börse berechnet nicht nur fortlaufend den DAX, sondern daneben auch den sog. Short-DAX. Dabei verhält sich der Short-DAX immer exakt spiegelverkehrt zum „echten“ DAX. Mit anderen Worten: Wenn der DAX an einem Tag um 2 % fällt, dann steigt der Short-DAX entsprechend. Steigt der DAX um 2 %, fällt der Short-DAX analog usw. Eine sehr einfache Wirkweise.

Wenn Sie nun deutsche Aktien im Wert von 10.000 Euro absichern möchten, erwerben Sie Anteile des Short-DAX im Gegenwert von 10.000 Euro. Damit wären Ihre Deutschland-Positionen zunächst zu 100 % abgesichert. Wie Sie sicherlich bereits erkannt haben, verlangt diese Eins-zu-eins-Absicherung ziemlich viel Kapital.

Deshalb setzen wir als Börsianer in der Praxis meistens auf zweifach gehebelte Shorts. Hier benötigen Sie also zur Absicherung nur die Hälfte des Kapitals, sprich 5.000 Euro. Die zweifach gehebelten Short-ETFs bieten Ihnen noch einen weiteren ganz zentralen Vorzug. Da der Hebel immer konstant bei 2 liegt, ist er dann besonders wirkungslos, wenn der zugrunde liegende Index stark und ohne größere Zwischenstopps fällt. Anders formuliert: Wenn die Not für uns als Börsianer am größten ist, weil der Aktienmarkt mächtig abschmiert, entfalten die zweifach gehebelten Short-ETFs ihre maximale Schutzwirkung. Zum Vergleich: Genau in dieser Situation nimmt die Schutzwirkung eines variablen Hebels, wie er bei vielen Optionsscheinen vorkommt, laufend ab.

Wenn es stürmt, setze ich auf diese 3 Short-Instrumente

Am rechten Rand habe ich für Sie die drei Short-Instrumente zusammengestellt, die ich bei ungünstiger Marktlage zur Absicherung der beiden Premium-Depots benötige. Alle drei Instrumente funktionieren in der Praxis identisch, auch wenn der NASDAQ-Short auf einem Zertifikat basiert.

Sie sind mit einem Hebel von 2 ausgestattet und haben keine feste Laufzeit. Wie viele andere Bankprodukte können ETFs oder Zertifikate allerdings durch den Emittenten gekündigt werden. So eine Kündigung, die immer mit Frist zu erfolgen hat, ist zwar nicht optimal, aber auch kein Beinbruch. Der Gegenwert des Wertpapiers wird uns natürlich erstattet. Anschließend deckt man sich dann anderweitig mit dem identischen Short neu ein.

Besteht das Risiko eines Totalverlustes? Grundsätzlich ergibt sich das Verlustrisiko der hier vorgestellten Instrumente aus dem Hebel. Dabei verfallen die hier erwähnten Shorts, wenn der DAX, S&P 500 oder der NASDAQ 100 binnen eines Tages um 50 % oder mehr steigen. Nehmen Sie diesen Verlust mal 2, ergibt sich eine negative Performance von 100 % (Totalverlust). Muss ich das erwähnen? Solche Kurssprünge auf Tagesbasis sind bei breiten Marktindizes schlechterdings ausgeschlossen.

So sichern Sie den ATX oder SMI ab

Bekanntlich haben sich in den Premium-Chancen auch bedeutende „Minderheiten“ aus Österreich und der Schweiz versammelt. Einige unter Ihnen setzen dabei möglicherweise auch gerne auf Qualität des heimischen Börsenzettels und benötigen dafür dann eigene Absicherungen.
Für Anleger aus Österreich rate ich zu einem Faktor-Zertifikat der HypoVereinsbank auf den Double Short ATX. Das Zertifikat selbst weist keinen Hebel auf, da der Short-Index selbst bereits von der Wiener Börse mit einem zweifachen Hebel berechnet wird. Die ISIN lautet: DE000HZ4XD01

Wer in der Schweiz investiert, greift idealerweise zum Lyxor SMI Daily (2x) Inverse ETF. Hier lauten die einschlägigen Kennnummern:
ISIN: FR0010869438 oder
Valor: 11202645

Natürlich wünsche ich uns, dass wir diese Instrumente möglichst nicht benötigen. Aber Börse ist kein Wunschkonzert. Und wenn es nun doch einmal knallt und scheppert, haben Sie Ihr Werkzeug parat, um Ihr Depot mit einigen wenigen Handgriffen abzusichern.