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17. August 2020

Cisco präsentiert sehr durchwachsene Zahlen – Investoren enttäuscht

Der US-Netzwerkausrüster Cisco konnte im abgelaufenen Quartal ganz offensichtlich kaum von der Zunahme des Datenverkehrs durch Heimarbeit und Videokonferenzen profitieren. So sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 % auf 12,15 Milliarden USD. Der Nettogewinn legte hingegen ordentlich um 19 % auf 2,65 Milliarden USD zu.

Allerdings beruhte der Gewinnsprung eher auf einer zuletzt verbesserten Kostendisziplin sowie auf nicht beliebig wiederholbaren Einmaleffekten. Rechnet man diese Effekte aus dem Ergebnis heraus, ging der Gewinn je Aktie von 0,83 auf 0,80 USD zurück.

Das Zahlenwerk irritiert mich, zumal das US-Unternehmen mit der Videoanwendung WebEx zunächst gut auf die Corona-Krise vorbereitet schien. Am stärksten präsentierte sich Cisco nun allerdings in der Sparte Internetsicherheit, die ein Umsatzwachstum von 10 % meldete. Freilich macht diese Sparte derzeit noch nicht einmal 10 % vom Gesamtumsatz aus.   

Derzeit erzielt Cisco rund die Hälfte seines Umsatzes in den wachstumsstarken Einheiten Software und Dienstleistung. Im Umkehrschluss bedeutet dies freilich, dass die eher gewinnschwache Hardware-Sparte (Internetrouter) immer noch bedeutsam ist. Hier will die Unternehmensführung nun allerdings den Umbau im Unternehmen energischer als bisher vorantreiben.

Ich plane derzeit noch keinen Verkauf der Cisco-Aktie, zumal die laufende Dividende nach der Gewinnverbesserung sicherlich nicht in Gefahr ist. Sollte allerdings das laufende und nächste Quartal gemessen am Umsatz ähnlich schwach ausfallen, müssen wir umdisponieren. 

Empfehlung: halten

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