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15. Oktober 2020

Airbus will Elring-Technologie – Elring-Aktie schlägt erneut aus

Schon bisher hat der schwäbische Autozulieferer ElringKlinger den Flugzeugbauer Airbus mit Brennstoffzellen-Stapeln beliefert. Freilich hielt sich die bisherige Zusammenarbeit gemessen am Umsatz in eher bescheidenen Grenzen. Das soll sich nun, wie beide Unternehmen heute berichtet haben, in naher Zukunft ändern. 

So wird man die Zusammenarbeit in einem Gemeinschaftsunternehmen dauerhaft vertiefen. Wie ist die Aufgabenteilung unter den Partnern. Elring fungiert als Produzent und Technologielieferant. Airbus wiederum wird mit den Elring-Brennstoffzellen die Bemühungen um die Entwicklung eines emissionsfreien und elektrisch angetriebenen Flugzeugs vorantreiben. 

Dabei ist die betriebswirtschaftliche Dimension dieses Auftrags für die Schwaben zunächst überschaubar. Kurzfristig stemmt Airbus eine Art Anschubfinanzierung für das Joint-Venture und bezahlt Elring für den vereinbarten Technologietransfer eine kleine zweistellige Millionensumme. Der Aufbau des Gemeinschaftsunternehmens ist also für den Autozulieferer recht kapitalschonend. Dafür erhält Elring nur einen Minderheitsanteil am Joint Venture.  

Das ist die langfristige Dimension der Airbus-Elring-Vereinbarung:. Ich übertreibe etwas: Der Airbus-Auftrag adelt den Autozulieferer und beweist öffentlichkeitswirksam, dass die Schwaben in punkto E-Mobilität und Brennstoffzellen-Technologie in den letzten ein bis zwei Jahren erheblich vorangekommen sind. Man hat wichtige Konkurrenten wie etwa Ballard Power, die bereits seit Jahrzehnten in diesem Technologiesegment aktiv sind, ausgestochen. Offenbar kam die nationale Konkurrenz von Schaeffler, die ebenfalls mit Hochdruck an der Brennstoffzelle arbeiten,  bei Airbus auch nicht zum Zug. Kurzum: Elring gilt nun am Markt als Spezialist für die Brennstoffzelle und wird von vielen Investoren immer weniger als konventioneller Autozulieferer gehandelt. 

Dimension 2: Elring hat nun die Chance, aus dem „Ghetto“ des Automarktes auszubrechen und sich etwa mit Flugzeugbauern oder auch Konstrukteuren schwerer Schiffsmotoren neue Kundengruppen zu erschließen, die man bisher in der Unternehmensgeschichte noch nie bedient hat.  

Mit anderen Worten: Die Aktie der ElringKlinger bedarf einer Neubewertung. Diese Neubewertung vollzieht der Markt nun und treibt den Titel bereits seit einigen Wochen. Damit ist uns der Start in die neue Position des NextGeneration-Depots gelungen. Derweil liegt die Aktie seit Kauf vor rund 2 Wochen bereits mit 25 % im Plus.  

Ich trage der jüngsten Entwicklung Rechnung und hebe das Kauflimit für die Aktie von 7,75 auf 8,00 Euro an. Fassen Sie jetzt zu, sofern Sie noch nicht investiert sind! Ich sehe hier Chancen auf einen doppelten Turnaround: Erstens profitiert das Unternehmen von der anstehenden zyklischen Erholung des Automarktes. Zweitens erwarte ich, dass dem schwäbischen Unternehmen dabei auch die technologische Wende – sprich Fokussierung auf die neue Zeit der E-Mobilität – gelingen wird. Liege ich in meiner Analyse richtig, haben wir mit der Elring-Aktie nach Titeln wie Zur Rose oder etwa Splunk die nächste Kursrakete für das NextGeneration-Depot entdeckt.   

Aktie geht druch die Decke

Im Chart sehen Sie hier eine sog. W-Formation, die in diesem Fall allerdings noch nicht ganz abgeschlossen ist. Sollte die Aktie in den kommenden Tagen oder Wochen deutlich über die Marke von 9 Euro hinausziehen, werden wir in einigen Monaten Kurse von 13 bis 14 Euro sehen. Diese Prognose setzt natürlich voraus, dass der Gesamtmarkt ebenfalls mit positiver Tendenz anschiebt.   

Empfehlung: kaufen bis 8,00 EUR
Börsenplatz: Xetra
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