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24. Januar 2020

Aktuell: Ericsson meldet solide Quartalszahlen – Markt hatte mehr erwartet

Der schwedische Telekom-Ausrüster Ericsson hat heute Morgen vor Handelsbeginn die Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt. Danach weitete man den Umsatz um 4 % auf 66,3 Milliarden Schwedische Kronen (SEK) aus. Unter Herausrechnung positiver Währungseffekte stieg der Konzernumsatz allerdings lediglich um 1 %. 

Unter dem Strich erwirtschafteten die Schweden einen Quartalsgewinne in Höhe von 4,43 Milliarden SEK. Im gleichen Vorjahreszeitraum musste das Unternehmen noch einen Verlust in Höhe von 6,55 Milliarden SEK hinnehmen. Damit ist Ericsson nun der Turnaround und die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelungen. Vor diesem Hintergrund wird man die Dividende je Aktie von 1 auf 1,5 SEK anheben.  

Die Zahlen sind im Kern nicht schlecht. Gleichwohl hatten sich die Investoren vor allem beim Umsatzwachstum weit mehr erhofft. Vor allem auf dem wichtigen US-Markt enttäuschte Ericsson. Hier hielten sich besonders die beiden wichtigen Mobilfunker Sprint und T-Mobile US mit Neuaufträgen zurück. Beide US-Unternehmen fusionieren nächstens und werden wohl als ein Unternehmen weniger Komponenten bei Ericsson bestellen, als wenn sie weiterhin getrennt agiert hätten.  

Die Quartalszahlen zeigen zudem, dass der Preisdruck in der Branche anhält. Die Ausrüster wie Nokia, Ericsson oder Huawei akquirieren derzeit vor allem Erstaufträge stark über den Preis. Das belastet logischerweise die Gewinnmargen der Unternehmen und begrenzt das Wachstum.  

In der nächsten Woche werde ich das Zahlenwerk im Detail analysieren. Bis dahin stufe ich die Aktie von Kaufen auf Halten herab. Lesen Sie im Folgenden auch meine Einschätzung der politischen Entwicklung in Deutschland im Bezug auf den 5G-Ausbau.   

Empfehlung: halten

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