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30. April 2020

Gilead: Virologen sehen Zulassung von Remdesevir voraus

In den USA wurde erstmals eine umfassende und belastbare klinische Studie zum Impfstoff Remdesevir abgeschlossen. Dabei wurden 1.000 Covid-Patienten mit einbezogen. Erstmals wurde dabei auch eine Kontrollgruppe gebildet, die statt des Wirkstoffs Remdesevir lediglich ein Placebo-Scheinmedikament erhalten hat.  

Die Ergebnisse: Die Patienten der Remdesevir-Gruppe konnten das Krankenhaus nach durchschnittlich 11 Tagen verlassen. Die Placebo-Patienten hingegen wurden erst nach 15 Tagen als geheilt entlassen. Aber: Offenbar hat der Wirkstoff die Sterblichkeitsrate nur unwesentlich gesenkt. Gleichwohl attestierte Anthony Fauci, der oberste US-Virologe, dem Gilead-Präparat eine „signifikante positive Wirkung bei der Verringerung der Zeit bis zur Genesung“.

Ähnlich zuversichtlich äußerten sich unterdessen deutsche Virologen der Uniklinik Köln sowie der München Klinik Schwabing. Hier hält man nun eine „baldige Zulassung“ des Präparates für möglich.

Nun haben in den vergangenen Wochen viele Mediziner schon viel erzählt. Das ist verständlich. Jeder will mit seinen Einlassungen helfen, wo er kann. Gleichwohl behalte ich eine gewisse Skepsis zurück und wiederhole meine Einschätzung der vergangenen Tage: Remdesevir wird sehr wahrscheinlich einen Beitrag zur Bekämpfung des Virus bzw. der Covid-Krankheit leisten. Das Zeug zum ganz großen Corona-Killer hat das Präparat allerdings wohl leider nicht.

Nachdem die Ergebnisse der US-Studie bekannt wurden, legte die Gilead-Aktie zeitweise um bis zu 7 % zu. Ich rate Ihnen, unverändert an der Aktie des Biotech-Unternehmens festzuhalten. Ansonsten hoffen wir auf weiteren medizinischen Fortschritt im Kampf gegen den Virus.

Empfehlung: halten

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