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03. August 2020

Gilead erwartet Milliardenumsätze aus Corona-Präparat Remdesevir

Das Biotech-Unternehmen Gilead blieb im abgelaufenen Quartal hinter den Erwartungen des Marktes zurück. So sank der Umsatz um 10 % auf rund 5,1 Milliarden USD. Besonders schwach entwickelte sich dabei die Sparte HCV (Hepatitis C). Insgesamt sank der Gewinn je Aktie von 1,45 auf 1,11 USD. Wesentlich verantwortlich dafür waren gestiegene Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die im abgelaufenen Quartal um 19 % gestiegen sind.

Die Mehrausgaben wendete das US-Unternehmen ganz wesentlich für die Weiterentwicklung des Präparates Remdesevir auf sowie den Aufbau neuer Produktionskapazitäten. Insgesamt kostete Gilead die Zulassung des Corona-Präparates rund 1,5 Milliarden USD.

Nun ist man also startklar und erwartet, dass man die globale Nachfrage nach dem Präparat ab Oktober weitgehend befriedigen kann. Insgesamt will das US-Unternehmen bis Jahresende bis zu 1,5 Millionen Einheiten produzieren. Daraus errechnet sich ein zusätzlicher Umsatz von bis zu 3,5 Milliarden USD für Gilead.

Fazit: Die hohen Entwicklungskosten für Remdesevir haben zuletzt die Gewinnentwicklung bei Gilead erheblich gestört. Dieser Effekt läuft nun langsam aus. Spätestens zum Jahresende sollte das US-Unternehmen von dem Präparat erheblich profitieren.

Ungeachtet der zuletzt unerfreulichen Kursentwicklung halten wir an der Aktie zunächst fest.
 

Empfehlung: halten

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