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06. August 2020

Münchener Rück meldet Gewinnrückgang – Beitragseinnahmen ziehen an

Der Rückversicherer Münchener Rück musste corona-bedingt im abgelaufenen Quartal erhebliche Schadensersatzzahlungen etwa für ausgefallene Großveranstaltungen und Betriebsunterbrechungen leisten. Insgesamt mussten die Münchener corona-bedingt rund 700 Millionen Euro berappen. So sank der Quartalsgewinn unter dem Strich um 42 % auf knapp 580 Millionen Euro. Damit blieb man leicht hinter den Markterwartungen von rund 600 Millionen Euro zurück. 

Gleichwohl blickt die Unternehmensführung positiv in die Zukunft. So sorgt ausgerechnet der Virus für zusätzliche Prämieneinnahmen, nachdem immer mehr Unternehmen dieses Risiko künftig abgesichert sehen möchten. So legten die gebuchten Beitragseinnahmen im abgelaufenen Quartal um 8,7 % auf 12,8 Milliarden Euro zu. Ferner setzte man in der letzten Erneuerungsrunde (1. Juli) erhöhte Preise für die Rückversicherung durch (+2,8 %). Insgesamt erwartet die Münchener Rück für das laufende Jahr einen neuen Rekord bei den Prämieneinnahmen in Höhe von 54 Milliarden Euro.

Fazit: Versicherungsaktien folgen im Kern einem einfachen Zyklus. Treten die Schäden auf, leidet der Gewinn und der Kurs der entsprechenden Aktien. Gleichwohl weisen erhöhte Schäden immer auf eine neue Risikolage hin und führen damit relativ rasch zu steigenden Prämien und besserem Neugeschäft.

Ungeachtet der aktuellen Kursschwäche halten wir daher an der Aktie der Münchener Rück fest. Jetzt ist schon ist absehbar, das Assekuranzunternehmen wird von der neuen Risikolage in dieser Welt (Pandemiegefahr) sehr bald profitieren. 

Empfehlung: halten

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