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03. August 2020

Royal Dutch meldet schwache Quartalszahlen und schreibt milliardenschwer ab

Im vergangenen April befanden sich rund zwei Drittel der Weltbevölkerung mehr oder weniger in Quarantäne. In der Folge sank die Nachfrage nach Öl und Gas und rund ein Drittel. Erwartungsgemäß hat dieser Nachfragerückgang für schwere Verwüstungen in der Gewinnrechnung der Royal Dutch gesorgt.

So meldete das britisch-niederländische Unternehmen einen Quartalsverlust in Höhe von 18,4 Milliarden USD. Im Vorjahreszeitraum hatte Royal Dutch noch einen Gewinn in Höhe von rund 3 Milliarden USD erzielt. Die Zahlen lesen sich auf den ersten Blick verheerend. Freilich beruht ein Großteil des ausgewiesenen Verlusts auf Abschreibungen. Insgesamt hat Royal Dutch im zweiten Quartal Anlagen im Wert von 16,8 Milliarden USD vollständig oder teilweise wertberichtigt. Diese Maßnahmen wirken zwar ungünstig auf die Bilanzqualität, sorgen allerdings nicht für einen Kapitalabfluss aus dem Unternehmen. So war der Cashflow (Kapitalfluss) mit 300 Millionen USD nur leicht negativ.

Allerdings blickt die Unternehmensführung nur verhalten optimistisch in die Zukunft. So erwartet man, dass die Gaspreise im laufenden Quartal im Keller verharren werden. Ferner sorgt man sich, dass eine zweite Corona-Welle die Erholung der Weltkonjunktur gefährden kann. Das wiederum dürfte sich dann indirekt ungünstig auf die Ölnotierungen auswirken.

Fazit: Die Karten liegen nun auf dem Tisch. Die Belastungsfaktoren sind bekannt und damit eingepreist. Ein kurzfristiger Verkauf der Aktie ist daher erst einmal nicht erforderlich. Wir bleiben also zunächst investiert und fahren auf Sicht.   

Empfehlung: halten

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