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29. Mai 2020

Workday präsentiert vernünftige Zahlen und wegweisende Kooperation mit Microsoft

Unsere Neuaufnahme Workday fügt sich gleich nahtlos ins NextGeneration-Depot ein. Gestern legte das US-Unternehmen vernünftige Geschäftszahlen aus dem abgelaufenen Quartal vor und meldete zudem noch eine neue und wegweisende Kooperation mit Microsoft. Folglich war die Aktie am Markt gesucht und verteuerte sich gestern in New York um über 7 %.

Das Software-Unternehmen erwirtschaftete erstmals in seiner noch jungen Unternehmensgeschichte in einem Quartal einen Umsatz von über 1 Milliarde USD. Im Vergleich zum Vorjahr weitete man den Umsatz um 23 % aus und blieb damit über den Erwartungen der Analysten. Für uns besonders erfreulich: Den ganz überwiegenden Umsatzanteil (rund 880 Millionen USD) erzielte man aus teils mehrjährig laufenden Softwareverträgen. Mit anderen Worten: Das Umsatzwachstum bei Workday ist nachhaltig. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie blieb Workday hingegen leicht unter den Erwartungen. Hier schaffte man 0,44 statt wie allgemein prognostiziert 0,47 USD je Aktie.   

Im Unternehmen geht man davon aus, dass man auch im laufenden Quartal weiter expandieren wird. Hier soll der Umsatz aus bestehenden Verträgen auf fast 1 Milliarde USD steigen. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr hat man allerdings leicht reduziert. So prognostiziert der Finanzvorstand nur noch einen Umsatz aus bestehenden Verträgen von maximal 3,69 Milliarden nach zuvor 3,77 Milliarden USD. Hier geht man davon aus, dass die Coronakrise das Neugeschäft punktuell belasten wird.

Daneben meldete Workday, dass man die bestehende Kooperation mit Microsoft substantiell ausbauen wird. So werden künftig die verschiedenen Workday-Anwendungen – die Gesamtmarke nennt sich Adaptive Planning – in die Microsoft-Cloud Azure integriert. Das ist für das Software-Unternehmen ein wegweisender Coup.

Die Hintergründe: Derzeit beherrschen drei Cloud-Systeme den Markt für Unternehmenskunden. In der Reihenfolge des Marktanteils: 1. das AWS-System von Amazon, 2. die Azure-Lösung von Microsoft sowie 3. die Google-Cloud. Alle Software-Unternehmen streben auf eine dieser drei zentralen Plattformen. Denn wer hier zum Zug kommt, ist automatisch ganz nah am Kunden. Zuletzt gelang Splunk ein ganz ähnlicher Erfolg, als man seine Anwendungen in die Google-Cloud drücken konnte. Vergleichen Sie hierzu bitte bei Bedarf auch meine Splunk-Meldung vom 6. Mai.   

Fazit: Die Zahlen waren objektiv nicht ganz perfekt. Aber: Spätestens die wegweisende Vereinbarung mit Microsoft heilt diesen kleinen Makel. Ich bestätige deshalb meine Kaufempfehlung und hebe das Kauflimit von 170 auf 185 USD an, sofern Sie bislang hier noch nicht engagiert sind.    

Empfehlung: kaufen bis 185,00 USD

Börsenplatz: Nasdaq

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