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26. Juni 2020

Zur Rose schluckt weiteren Konkurrenten und zementiert Marktführerschaft

Der Schweizer Apothekendienstleister Zur Rose wird die niedersächsische Online-Apotheke Apotal mit Wirkung zum 3. Quartal 2020 übernehmen. Apotal steigerte im abgelaufenen Jahr den Umsatz um 6 % auf 157 Millionen Euro. Damit ist das Unternehmen derzeit nach Zur Rose und der Shop Apotheke die Nr. 3 des deutschen Marktes. Insgesamt bringt Apotal über 1 Millionen Neukunden mit. Damit werden künftig hierzulande rund 8 Millionen Kunden regelmäßig bei einer der Zur Rose-Internetplattformen ihre Präparate bestellen.

Beachten Sie bitte auch die nebenstehende Grafik, die die enorme Marktdominanz der Schweizer nochmals verdeutlicht. Die Darstellung zeigt zudem, dass sich auf dem deutschen Online-Apothekenmarkt zunehmend ein Duopol aus Zur Rose und aus der ebenfalls börsen-notierten Shop Apotheke bildet. Das wird die Gewinnentwicklung bei den beiden Platzhirschen nur günstig beeinflussen.  

Die Niedersachsen waren in der Vergangenheit durchaus ein lästiger Konkurrent für die Zur Rose-Tochter DocMorris, da man regelmäßig die Preise der DocMorris nochmals um einige Prozentpunkte unterboten hatte. Dieses Problem hat Zur Rose nun gelöst.

Der Kaufpreis wird bis zu 40 % des diesjährigen Umsatzes der Apotal-Apotheke betragen. Per saldo erwarte ich, dass die Transaktion ein Volumen von rund 68 Millionen Euro haben wird. Damit wird die Übernahme für Zur Rose fast zum Schnäppchen. Im Gegenzug wird der Apotal-Gründer Heinz-Peter Fichter ein bedeutender Aktionär bei Zur Rose und wird auf diese Weise an der erwarteten Wertsteigerung seines ehemaligen Unternehmens teilhaben. Ferner vereinbarten beide Seiten, dass Henning Fichter – der Junior – weiterhin als ein Geschäftsführer bei Apotal tätig sein wird. Beachten Sie bitte, dass das deutsche Kartellamt der Transaktion noch zustimmen muss.  

Rund 60 % des Kaufpreises wird Zur Rose über die Ausgabe neuer Aktien finanzieren. Hier werde ich mich nächstens einmal in der Schweiz erkundigen, wie diese Kapitalerhöhung funktionieren soll und ob diese Maßnahme für uns als Aktionär lukrativ ist.

Am Markt kommt diese Nachricht selbstredend gut an. So legte die Zur Rose-Aktie wieder einmal spürbar zu. Inzwischen haben Sie hier, sofern Sie gleich meiner Erstempfehlung gefolgt sind, einen Buchgewinn in Höhe von 123 % erzielt. Wir halten an der Aktie zunächst fest. Nächstens informiere ich Sie an dieser Stelle zur bevorstehenden Kapitalerhöhung.

Die 8 wichtigsten Apotheken-Plattformen in Deutschland

Empfehlung: halten

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