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27. Oktober 2020

Zur Rose schwingt sich in Deutschland zum Marktdominator auf

Die Schweizer Großapotheke setzte auch im abgelaufenen Quartal ihren strammen Wachstumskurs der Vergangenheit fort. Unter dem Strich steigerte man den Umsatz um 15,3 % auf 435 Millionen CHF. In den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres erzielte man einen Umsatz in Höhe von 1,245 Milliarden CHF. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies ein Wachstum in Höhe von 11,2 %.

Auch bei der für das junge Unternehmen so wichtigen Kennzahl Kundenwachstum verbesserte sich Zur Rose erneut und gewann auf Quartalsbasis 600.000 Neukunden hinzu. Damit bestellen derzeit 9,8 Millionen Menschen ihre Präparate regelmäßig bei Zur Rose. In Deutschland kommen die Schweizer nach der Übernahme des kleineren Konkurrenten Apotal im Online-Segment nun auf einen satten Marktanteil von 43 %. Ganz erstaunlich, dass sich hier die deutschen Kartellwächter nicht eingeschaltet haben, um die absehbare Marktdominanz zu verhindern. Zur Rose soll es recht sein und uns auch.

Im Heimatmarkt setzte die Großapotheke ihre Expansion ebenfalls fort. Hier steigerte man den Umsatz um 7,3 % auf knapp 150 Millionen CHF. Ferner gab das Unternehmen bekannt, dass man eine  Präsenz-Apotheke im Kanton Waadt eröffnen wird. Damit greifen die Deutsch-Schweizer erstmals in die Romandie aus. Zur Info: Auf dem Heimatmarkt tritt Zur Rose auch als konventioneller Apotheker auf und betreibt hier Shop-in-Shop-Apotheken unter dem Dach diverser Migros-Märkte.

Erfreulich zudem, dass die jüngste Erwerbung Teleclinic nun auch erstmals in größerem Stil punktete. So wickelte der Anbieter von video-gestützten Arztkonsultationen 18.000 digitale Sitzungen ab. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum führte die damals noch eigenständige Teleclinic GmbH lediglich 3.600 Sitzungen durch. Hier spielen die Schweizer jetzt unter dem Konzerndach Ping-Pong. Zu Deutsch: Die Online-Apotheken-Kunden macht man dezent auf die Videoplattform Teleclinic aufmerksam. Teleclinic wiederum lanciert das allfällige elektronische Rezept wiederum bei einer Zur Rose-Apotheke wie Apotal oder Medpex.

Hier entsteht ein integrierter digitaler Gesundheitsdienstleister, der von der Beschaffung bis zum Endkundengeschäft inklusive der digitalen Arztkonsultation die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt. Das ist ein ganz durchdachtes Gesamtkonzept.  

Zuletzt schwächelte die Aktie etwas und trat in eine mehrwöchige Korrektur ein. Das starke Zahlenwerk verleiht dem Schweizer Nebenwert allerdings wieder frische Kursdynamik. So kam die Aktie heute allein um 7 % voran. Vergleichen Sie hierzu bitte den nebenstehenden Chart. Ich bin optimistisch und gehe davon aus, dass die jüngsten Kurszuwächse die Korrekturphase nun beendet haben.  

Folglich bestätige ich meine Kaufempfehlung für die Aktie der Zur Rose. Beachten Sie bitte, dass Schweiz-Aktien derzeit börslich ausschließlich über Zürich handelbar sind. Möglicherweise bietet Ihr Online-Broker Ihnen allerdings die Möglichkeit, die Aktie der Zur Rose außerbörslich im makler-gestützten Direkthandel zu erwerben.    

Zur Rose unmittelbar vor Kaufsignal

Empfehlung: kaufen bis 245 CHF

Börsenplatz: Zürich

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