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13. Januar 2021

Teilverkauf: Wir holen uns erste Buchgewinne bei Albemarle

Die Aktie des Spezialchemie-Unternehmens Albemarle hat sich zuletzt sehr günstig entwickelt. Insgesamt steht hier für Sie nun nach knapp 3 Monaten ein Gewinn von rund 84 % zu Buche. Durch den Kursanstieg stieg die Gewichtung der Aktie im Dividendendepot von ursprünglich 10 auf 16 %. Diese Übergewichtung – auch als Klumpenrisiko bezeichnet – ist unerwünscht, da das Depot nun einseitig an der Wertentwicklung einer Aktie hängt.

Zur Erläuterung für die Neuleser unter Ihnen: Ich betreue meine Depots laufend. Dazu gehört unter anderem, dass ich Übergewichtungen durch Teilverkäufe korrigiere. Positionen, die sich unterdurchschnittlich entwickelt haben, kaufe ich hingegen nach, sofern ich von der Aktie unverändert überzeugt bin. Profis bezeichnen ein solches Vorgehen auch als Rebalancing oder Wiederherstellung der Balance im Depot. Studien haben gezeigt, dass sich solche antizyklischen Maßnahmen günstig auf die Stabilität des Depots auswirken.

Ich verkaufe nun ein Drittel der Position Albemarle ohne Limit (bestens) am Börsenplatz New York. In Deutschland verkaufen Sie den US-Titel am besten über das Tradegate-System. Tragen Sie dabei bitte Sorge, dass Ihre Verkaufsorder dort erst nach 15.30 Uhr, also nach Eröffnung der Börse New York eintrifft. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Ihnen über Tradegate der objektive Kurs der Heimatbörse durchgereicht wird. An der verbleibenden Position werde ich – Stand heute – langfristig festhalten.     

Unterdessen hat das US-Unternehmen gemeldet, dass man die Lithium-Produktion am Standort Silver Peak (Nevada) bis 2025 verdoppeln möchte. Für den Ausbau der Anlage wird man bis zu 50 Millionen USD in die Hand nehmen. Das allein wird allerdings nicht ausreichen, um die künftige Nachfrage nach Lithium zu decken.

So wird Albemarle künftig auch verstärkt die Gewinnung des Rohstoffs aus Lithium-haltigem Ton vorantreiben, der sich ebenfalls reichlich in Nevada finden lässt. Der Autohersteller Tesla arbeitet ebenfalls an diesem innovativen Verfahren. Nach meiner Einschätzung befinden sich die Unternehmen hier allerdings noch in einem recht frühen Stadium der Forschung.        

Empfehlung: Teilverkauf (bestens)

Börsenplatz: NYSE oder Tradegate

12. Januar 2021

Zur Rose baut Adipositas-Plattform auf – Aktie wieder scharf

Der Schweizer Medikamenten-Versender Zur Rose macht einen weiteren Schritt in Richtung integrierter Gesundheitsdienstleister. So wird man künftig mit dem dänischen Pharmakonzern Novo Nordisk beim Aufbau einer digitalen Adipositas-Plattform zusammenarbeiten. Die Anwendung soll noch im laufenden Quartal online gehen.

Dabei wird man alle Informationen, die für Adipositas-Patienten (krankhafte Fettleibigkeit) wichtig sind, an einer Stelle im Internet bündeln. Das können sein unter anderem eine Darstellung der Symptomatik und der verfügbaren Therapien. Ferner soll die Info-Plattform dem Patienten bei der Arztsuche sowie bei der Bestellung der benötigten Präparate behilflich sein. Solche Gesundheitsplattformen liegen derzeit enorm im Trend. Erst jüngst startete hierzulande die Tinnitus-App „Tinnitracks“.

Die Interessen der Unternehmen sind klar: Zur Rose möchte weitere Patienten ins eigene System ziehen. Im Idealfall nutzt dann der Patient zunächst eine Videobehandlung per Teleclinic-App, die dann anschließend die Medikamentenverschreibung per digitalem E-Rezept an eine Online-Apotheke der Zur Rose-Gruppe überträgt.

Novo Nordisk wiederum plant bereits seit Längerem seine Diabetes-Präparate auch für die Adipositas-Therapie fruchtbar zu machen. Insulin wirkt stimulierend auf die Bauchspeicheldrüse und damit auch auf den Fettabbau. Viele Mediziner halten diesen therapeutischen Ansatz für vielversprechend. Ganz nebenbei: Wenn Sie derzeit in dem Dänen-Unternehmen investiert, dann bleiben Sie dabei! Ich sehe hier durchaus Chancen, dass sich das Pharma-Unternehmen im Therapiefeld Adipositas ein starkes zweites Standbein aufbauen wird.

Heute legt die Aktie der Zur Rose an der Börse Zürich sprunghaft zu und überschreitet dabei erstmals die Marke von 340 CHF. Seit Kauf vor ziemlich genau einem Jahr machte die Aktie für uns einen Buchgewinn von rund 210 %. Ich rate Ihnen weiterhin, an dieser spannenden Zukunftsaktie festzuhalten.

Neues Allzeithoch!

Empfehlung: halten

08. Januar 2021

Kommt jetzt doch das Apple-Auto?

Offenbar planen Apple und der koreanische Autobauer Hyundai die gemeinsame Entwicklung und Produktion eines selbstfahrenden E-Autos. Die Gespräche hierzu befinden sich allerdings in einem frühen Stadium, so die koreanische Seite. Bereits seit Jahren halten sich am Markt hartnäckig Gerüchte, dass Apple sich sehr für den Automarkt interessiert und möglicherweise eine Art iCar – analog zur Smartphone-Marke iPhone – plant. Hyundai wäre in dieser Konstellation dann als Auftragsproduzent vorgesehen.

Tatsache ist, dass die Amerikaner hierfür bereits vor einigen Jahren eine Projektgruppe namens Titan ins Leben gerufen haben. Freilich Resultate lieferte Titan bislang nicht. Das kann sich nun ändern. Dabei raunt man am Markt, dass das Apple-Auto zumindest als Prototyp bereits 2024 das Licht der Welt erblicken soll. Denkbar ist allerdings genauso, dass sich Apple lediglich als Technologiedienstleister für die Autobauer positionieren wird. Schließlich sind diese Selbstfahrer „vollgestopft“ mit Software, Sensoren, Mikrochips oder etwa 3D-Kameras. Und hier verfügt Apple über erhebliche Expertise, die für Autobauer wie Hyundai sehr attraktiv ist.  

Die Koreaner von Hyundai sind nicht dafür bekannt, vorschnell halbgare Informationen zu veröffentlichen. Deshalb gehe ich davon aus, dass die neuen Nachrichten aus Seoul weit mehr Substanz haben, als die zwei Pressemeldungen aus dem Hyundai-Konzern andeuten. Folglich krachte gestern auch die Aktie der Koreaner durch die Decke.

Meine Einschätzung: Das Projekt Titan ist ohne Frage spektakulär. Als Kurstreiber für die Apple-Aktie ist es allerdings zunächst nicht geeignet. Noch ist die Perspektive von Titan zu fern und unbestimmt. Natürlich halte ich Sie hier immer auf dem Laufenden.

Unabhängig von diesen Nachrichten bestätige ich meine Kaufempfehlung für die Aktie. Fassen Sie zu Kursen ab 127,10 USD oder umgerechnet 103,40 Euro zu, sofern Sie die Apple-Aktie noch nicht halten.  

Empfehlung: kaufen bis 127,10 USD

                            oder bis 103,40 EUR

Börsenplatz: Nasdaq oder Tradegate

06. Januar 2021

Albemarle: US-Analyst verdoppelt Kursziel – Aktie legt zweistellig zu

Gestern haben die zuständigen Analysten der US-Investmentbank Evercore in einer viel beachteten Branchenstudie das Kursziel für die Aktie der Albemarle von 86 auf 160 USD angehoben. Ferner erhöhte man das Kursziel für die Aktie des US-Lithiumförderers Livent von 10 auf 20 USD. Man ist bei Evercore der Meinung, dass die (elektrische) Zukunft der Automobilität weit früher Realität wird als bisher angenommen. Zumal die Branche unter der Präsidentschaft Biden nächstens auch in den USA mit großzügiger politischer Unterstützung rechnen darf.

Evercore prognostiziert daher, dass sich die Nachfrage nach Rohlithium bis 2025 ungefähr verdreifachen wird. Diese Perspektive ist gegenwärtig nur unzureichend in den Lithium-Notierungen eingepreist, so die Studie. Unter dem Strich hat sich batteriefähiges Lithiumkarbonat seit dem 4. Quartal 2020 um rund 27 % auf 46.500 chinesische Yuan (7.199 USD) je Tonne verteuert. Gleichwohl liegt die Notierung im Mehrjahres-Vergleich immer noch im Keller. 2017 etwa kostete Lithium fast das Vierfache. Ein Hinweis zu der ungewöhnlichen Währungsangabe: Lithium notiert als einer von ganz wenigen Rohstoffen nicht in US-Dollar, sondern im chinesischen Yuan.  

Die Aktie der Albemarle hat sich gestern nach Veröffentlichung der Studie spürbar verteuert. Auf Wochensicht legte die US-Aktie über 11 % zu. Ferner schüttete das Unternehmen planmäßig eine Quartalsdividende in Höhe von 0,385 USD je Aktie aus. Den Performancebeitrag der Dividenden entnehmen Sie regelmäßig der Depotansicht. Dort gebe ich in der dritten Spalte von rechts jeweils die reine Kursentwicklung sowie die Gesamtperformance der Aktie an.    

Die Albemarle-Aktie hat uns nun seit ungefähr Mitte Oktober über 65 % Buchgewinn gebracht. Daneben wird die Aktie im laufenden Jahr eine Dividendenrendite von knapp 2 % abwerfen. Ich erwarte, dass das US-Unternehmen der Spezialchemie die Dividende jährlich anheben wird. Wir bleiben also gerne unverändert investiert.

Aktie seit Kauf über 60 % im Plus

Empfehlung: halten

06. Januar 2021

Gewinnmitnahmen drücken Elring-Aktie

Heute Morgen haben Investoren bei der Aktie der ElringKlinger Gewinne mitgenommen und dabei die Aktie spürbar unter Verkaufsdruck gesetzt. Auslöser der Verkaufswelle ist eine Abstufung der Aktie durch die Investmentbank Warburg Research. Der zuständige Analyst hat zwar das Kursziel von 8 auf 12,50 Euro angehoben, dabei allerdings die Aktie von Halten auf Verkaufen abgestuft. Bei Warburg ist man der Meinung, dass die zuletzt entfachte Brennstoffzellen-Phantasie rund um die Aktie des schwäbischen Autozulieferers überzogen sei.

Ich teile diese Meinung, zumindest kurzfristig. So hatte ich im Update vom 16. Dezember bereits geschrieben, dass die Schwaben nicht gleich morgen zum Champion der Brennstoffzelle aufsteigen werden. In näherer Zukunft bleibt das konventionelle Komponenten-Geschäft die wesentliche Umsatzquelle im Unternehmen. Hier haben aber die letzten Absatzzahlen aus den USA und aus China durchaus gezeigt, dass das Geschäft rund um den Verbrenner stark aufholt.  

Gestehen wir dem Highflyer des NextGeneration-Depots nun realistischerweise einmal eine Performance-Pause zu! Ich rate Ihnen dennoch, unverändert an der Aktie der ElringKlinger festzuhalten.

Empfehlung: halten

06. Januar 2021

Euro markiert gegen US-Dollar frisches Jahreshoch – Wir verkaufen US-Anleihe

Die Erholung des Euro gegen den US-Dollar setzt sich – wie von mir erwartet – unverändert fort. Zuletzt knackte die europäische Gemeinschaftswährung die Marke von 1,23 USD und ist damit so viel wert wie seit einem Jahr nicht mehr. Sie erinnern sich: Genau aus diesem Grund haben wir im NextGeneration-Depot im Dezember einen Call auf den Euro erworben, um von der laufenden Neubewertung des Euro zu profitieren.

Diese Maßnahme reicht allerdings nicht aus, zumal wir im Dividendendepot zu 63 % in US-Positionen investiert sind. Dabei leiden derzeit besonders konservative US-Wertpapiere wie die Ford-Anleihe. Der Zusammenhang ist offensichtlich: Aktien wie Albemarle oder Illinois Tool Works gleichen Währungsverluste durch Kursanstiege aus.

Währungsanleihen hingegen haben dieses Potenzial nicht. So machte die Ford-Anleihe auf Dollarbasis zwar einen anständigen Kursgewinn von rund 6 %. Die Abwertung des US-Dollar hat diesen Gewinn für uns als Euro- und auch Franken-Anleger allerdings weggenommen.

Ich erwarte, dass dieser Trend, also die Aufwertung des Euro im internationalen Währungsmarkt, anhalten wird. Daher habe ich mich entschlossen, die Ford-Anleihe nun zu veräußern. Auf diese Weise senke ich gezielt die Dollar-Quote im Dividendendepot auf rund 53 % ab.

Verkaufen Sie nun die Ford-Anleihe wahlweise über die Börse Frankfurt oder Stuttgart mit einem Verkaufslimit von 106 % bzw. USD. Die seit dem letzten Zinstermin angefallenen Stückzinsen werden Ihnen – wie bei Anleihen üblich – vom Käufer der Anleihe erstattet.

Beachten Sie ferner bitte, dass ich die Aktie der Extra Space Storage aufgrund der beschriebenen Dollar-Schwäche von Kaufen auf Halten zurücknehme. Ich erwäge einen Tausch dieser US-Immo-Position in einen vergleichbaren Wert aus Deutschland oder der Schweiz. Hier werde ich Sie selbstverständlich noch entsprechend informieren.

Euro weiter im Erholungsmodus

Ford Co.-Anleihe:

Empfehlung: verkaufen ab 106,00 %

Börsenplatz: Frankfurt

Extra Space Storage:

Empfehlung: halten

23. Dezember 2020

Splunk und Workday schieben NG-Depot spürbar an

In den vergangenen Tagen entwickelten sich am US-Markt insbesondere Software-Aktien günstig. Darunter etwa die Aktie der Splunk, die zuletzt nach schwachen Quartalszahlen noch spürbar gelitten hat. Inzwischen hat sich die erste Aufregung der Investoren gelegt, und so kauften Investoren die Aktie auf Wochensicht um 9 % nach oben.

Noch stärker präsentierten sich die Papiere der Workday. Einige Investmentbanken – darunter Bank of America sowie Evercore Partners – stellten jüngst ihre Favoritenlisten für die Software-Branche vor. Darin wurde die Aktie der Workday gleich mehrfach genannt. Unter dem Strich verbesserte sich die US-Aktie auf Wochensicht um rund 17 %.

Bleiben Sie bis auf Weiteres in den beiden Software-Aktien des NASDAQ-Segmentes investiert.

Empfehlung: halten

23. Dezember 2020

Encavis veräußert Minderheitsanteil in Österreich – Aktie mit neuem Rekord

Der norddeutsche Öko-Stromproduzent veräußert einen Minderheitsanteil von 49 % an drei Windanlagen in den österreichischen Bundesländern Steiermark und Burgenland. Käufer der Anteile ist eine Tochter der Wiener Stadtwerke.

Die betriebswirtschaftliche Bedeutung der Transaktion für Encavis hält sich in überschaubaren Grenzen. Für uns als Investor unterstreicht sie allerdings nochmals, dass die Projekte der Encavis in Europa werthaltig und begehrt sind. So gelang es den Norddeutschen zuletzt, binnen weniger Monate diverse Minderheitsbeteiligungen aus dem Portfolio auszusortieren und am Markt zu guten Preisen abzuschlagen.

Diese Transaktionen setzen Kapital frei zum weiteren Ausbau des Kerngeschäfts. Das besteht eben aus der Errichtung und Betreuung der Anlage sowie der Vermarktung des Stroms. Dieses umfassende Geschäftsmodell bietet bessere Renditen als die Minderheitsbeteiligung.

Die Aktie der Encavis hat jüngst ein neues Allzeithoch markiert. Insgesamt ist der deutsche Nebenwert aus dem SDAX sicherlich kein Schnäppchen mehr. Trotzdem bleiben wir zunächst investiert.   

Empfehlung: halten

16. Dezember 2020

ElringKlinger steigt in den SDAX auf – Aktie weiter gefragt

Der Autozulieferer ElringKlinger wird mit Wirkung zum 21. Dezember in den deutschen Nebenwerte-Index SDAX aufsteigen. Damit dürfte die Aktie in den Fokus diverser europäischer Aktienfonds rücken, die auf Nebenwerte spezialisiert sind. Ferner wird die Aktie automatisch in den kommenden Tagen in einige SDAX-ETFs aufgenommen werde. Das setzt nun weitere Nachfrage für die Elring-Aktie frei.

Unterdessen hat der Vorstandsvorsitzende des Autozulieferers, Stefan Wolf, der WirtschaftsWoche ein Interview gegeben und darin bemerkenswert offen und klar gesprochen. Der Top-Manager räumte ein, dass der Verbrennungsmotor gegenwärtig immer noch für bis zu 90 % der Unternehmensumsätze steht. Selbst 2025 wird das schwäbische Unternehmen immer noch zwei Drittel seines Umsatzes im konventionellen Geschäft erzielen.

Gleichwohl schreitet die Transformation des Unternehmens zum Zulieferer-Unternehmen für die Wasserstoffbranche erfolgreich voran. 70 % des Weges habe man schon beschritten und zuletzt wichtige und langfristige Neuaufträge akquiriert, so Stefan Wolf. Offenbar läuft hierfür ab 2023 in Serienproduktion im Unternehmen an.

Nun haben wir also Klarheit. Elring wird nicht gleich morgen zum großen Champion der Brennstoffzelle aufsteigen. Die Schwaben brauchen schon noch Zeit, und wir als Aktionäre brauchen Geduld. Gleichwohl gilt, im Branchenvergleich ist Elring schon ziemlich weit. Nach meiner Einschätzung hat sich das schwäbische Unternehmen im Hinblick auf die nationale und auch europäische Konkurrenz mittlerweile einen klaren Vorsprung herausgearbeitet.

Diesen Wettbewerbsvorsprung wie auch die bevorstehende Aufnahme in den SDAX haben die Investoren in dieser Woche honoriert und die Kursrakete des NextGeneration-Depots erneut hochgekauft. Für uns steht ein Wochenplus von knapp 9 % zu Buche.

Empfehlung: halten

16. Dezember 2020

Apple: Das neue iPhone 12 ist offenbar ein Erfolg – Aktie kaufenswert

Offenbar wird das erste 5G-fähige Smartphone aus dem Hause Apple bislang bestens nachgefragt, auch wenn derzeit noch keine konkreten Absatzzahlen am Markt bekannt sind. Aus informierten Kreisen sickerte allerdings durch, dass das US-Unternehmen im kommenden Jahr die Produktion für das neue iPhone 12 sowie für das Vorgängermodell der Generation 11 massiv hochfahren wird.

Unter dem Strich plant man 230 Millionen Einheiten an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Im Vergleich zum Vorjahr entspräche dies einer Ausweitung der Produktion um 30 %. Damit knüpft das iPhone an die Erfolge der Vergangenheit an. Zuletzt produzierte Apple 2015 in vergleichbarer Größenordnung.

Die Apple-Maschinerie läuft gegenwärtig auf praktisch allen Zylindern. Das Online-Geschäft wächst ohnehin seit einigen Jahren überdurchschnittlich, und jetzt zieht auch das immer noch wichtige iPhone-Geschäft – etwas überraschend – stark an. Ich stufe die US-Aktie der Apple von Halten auf Kaufen herauf. Details hierzu finden Sie nebenstehend.  

Empfehlung: kaufen bis 127,10 USD

                            oder bis 104,30 EUR

Börsenplatz: Nasdaq oder Tradegate

16. Dezember 2020

Patentstreit: Ericsson verklagt Samsung und erwartet Ergebnisbelastung

Der schwedische Telekomausstatter Ericsson hat den koreanischen Smartphone-Hersteller Samsung vor einem  US-Bezirksgericht verklagt. Gemäß der Klageschrift der Schweden ignorieren die Koreaner diverse Patentregelungen für die Mobilfunkstandards 2 bis 5G. Offenbar laufen einige der Patentvereinbarungen in den nächsten Monaten aus, die vor dem Hintergrund des anstehenden Rechtsverfahrens vermutlich nicht sofort verlängert werden. Hier drohen also nun Einbußen für Ericsson bei den Lizenzeinnahmen, die für rund ein Viertel des operativen Gewinns stehen.

Ericsson rechnet daher im kommenden Jahr mit einer Belastung des operativen Ergebnisses von bis zu 146 Millionen Euro pro Quartal. Gleichwohl sind die Schweden zuversichtlich, dass zumindest ein Teil der ausfallenden Lizenzzahlungen nach Abschluss des Gerichtsverfahrens nachbezahlt werden. Bereits im November merkte die Unternehmensführung zuletzt gegenüber Analysten (Capital Markets Day) an, dass das „aktuelle geopolitische Umfeld“ für das eigene Geschäft ungünstig sei. Konkreter wurde die Unternehmensführung zunächst nicht. 

Aufgrund der schwachen Nachrichtenlage verlor die Ericsson-Aktie auf Wochensicht etwas über        4 %. Gleichwohl sehe ich noch keinen Anlass für einen Verkauf der 5G-Aktie. Ich werde die Vorgänge für Sie weiter beobachten.

Empfehlung: halten

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