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21. April 2021

ElringKlinger meldet starke Gewinnausweitung

Der schwäbische Autozulieferer ElringKlinger meldete einen starken Jahresauftakt und konnte alle relevanten Geschäftszahlen teils spürbar verbessern. So steigerte man den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 % auf 424 Millionen Euro. Der operative Gewinn legte sogar um 200 % auf 46 Millionen Euro zu. Hier müssen wir allerdings einen Einmaleffekt von rund 11 Millionen Euro abziehen. Danach beträgt das organische Wachstum im ersten Quartal 131 %. Daneben erzielte Elring bedeutende Einmalerlöse in der Geschäftseinheit New Mobility (Brennstoffzelle und Lithium-Batterie).

Die Schwaben wiesen in ihrer Pressemeldung allerdings auch auf Belastungsfaktoren hin. Zuletzt sind die Rohstoffpreise stark gestiegen. Dieser Sachverhalt bremst die Gewinnentwicklung. Ferner erklärte die Unternehmensführung, dass die internationalen Lieferketten teils noch anfällig seien. Der Hintergrund: Das Unternehmen unterhält weltweit 44 Standort, die auf Just-in-time-Lieferungen, also Sofortlieferungen, angewiesen sind. Diese Lieferungen werden auch im laufenden Jahr wahrscheinlich immer wieder punktuellen Störungen unterliegen.

Fazit: ElringKlinger hat die Corona-Krise weitgehend überwunden. Das künftig wichtige Wasserstoff-Geschäft trug erfreulich zum Geschäftserfolg bei, auch wenn dem Unternehmen hier noch nicht der Durchbruch gelungen ist. Unter dem Strich verteuerte sich die Aktie auf Wochensicht um rund 9 %.

Ich bestätige meine Kaufempfehlung. Fassen Sie zu Kursen bis 13,90 Euro zu, sofern Sie noch nicht engagiert sind.

Empfehlung: kaufen bis 13,90 EUR

Börsenplatz: Xetra

21. April 2021

Münchener Rück jetzt auch in der Erstversicherung erfolgreich

Es war fast ein Naturgesetz. Münchener Rück kann Rückversicherung, aber keine Erstversicherung. Diese Regel gilt nun nicht mehr. So arbeitet die Tochter Ergo – immerhin die Nr. 2 im deutschen Markt – spätestens seit der Jahreswende hochprofitabel und schaffte im abgelaufenen Quartal einen Nettogewinn in Höhe von 72 Millionen Euro. Im Gesamtkonzern steht ein Nettogewinn in Höhe von 600 Millionen Euro zu Buche.

Die Rückversicherung hingegen bleibt volatil. So musste Münchener Rück etwa für eine Kältewelle im US-Bundesstaat Texas (Februar) rund 500 Millionen Euro Entschädigung an Erstversicherer leisten. Deshalb wird der bayerische Versicherer nun die Tochter Ergo auch durch Zukäufe weiter ausbauen. Dabei soll das Segment Erstversicherung die typischen Schwankungen in der Rückversicherung in der Gesamtrechnung ausgleichen.

Der Plan ist gut und wird künftig zu einer stetigeren Gewinnentwicklung beitragen. Dies wiederum rechtfertigt mittelfristig eine Höherbewertung der Aktie. Deshalb stufe ich die Aktie nun wieder von Halten auf Kaufen herauf.

Vor einigen Tagen markierte die Aktie ein 19-Jahres-Hoch. Seien Sie beim Kauf also nicht zu schnell, sondern setzen Sie ein Abstauberlimit bei 250 Euro. Dann holen Sie sich aus dem Stand eine stabile Dividendenrendite von deutlich über 4 %.

Hierzu noch eine Anmerkung: Ich selbst bin persönlich in der Aktie der Münchener Rück seit Ende 2008 investiert. Seitdem hat das Unternehmen die Dividende pro Aktie fast verdoppelt. Also kassiere ich bei der anstehenden Dividendenrunde gerechnet auf meinen Einstandskurs von 108 Euro rund 9 % Dividendenrendite bzw. Kapitalrückfluss auf mein eingesetztes Kapital. Das ist die Kernidee der Börse sowie des 7%-Dividendendepots.

Hier arbeiten Sie an einem Depot, das nach wenigen Jahren automatisiert laufende Renditen in Höhe von 7 % schafft. Für die Jüngeren unter Ihnen: Mit dieser Strategie sind sogar laufende Renditen von 10, 15 oder 20 % möglich. Die Zeit arbeitet hier für gute Dividendenaktien.    

Empfehlung: kaufen bis 250,00 EUR

Börsenplatz: Xetra

20. April 2021

Splunk: Top-Programmierer verlässt Unternehmen – Aktie unter Druck

Technik-Vorstand Tim Tully (CTO) wird noch im Mai das Software-Unternehmen Splunk verlassen und bei einem Risikofinanzierer (Venture Capital) anheuern. Diese Nachricht ist nicht ganz einfach zu deuten. Der Vorgang kann auf Probleme im Unternehmen hindeuten, an deren Bearbeitung der Top-Manager künftig nicht mehr mitwirken möchte. Möglich ist allerdings auch, dass sich Tully aus privaten Gründen einfach beruflich umorientiert.

Tatsache ist, dass die Kündigung Splunk in dem Moment trifft, in dem man das konventionelle Geschäft auf die Cloud zieht. Solche Abgänge von Führungspersonal sind in solchen Phasen des Umbruchs selten hilfreich. Folglich geriet die Aktie zuletzt unter spürbaren Verkaufsdruck.  

Aufgrund der unklaren Informationslage halte ich eine rasche Erholung der Splunk-Aktie für unwahrscheinlich. Daher gehe ich jetzt zunächst an die Seitenlinie und stufe den Big-Data-Titel auf Halten herab. Sobald mir konkrete Informationen vorliegen, werde ich Sie umgehend informieren.

Empfehlung: halten

20. April 2021

Elring meldet gutes Zahlenwerk – Aktie legt spürbar zu

Noch hatte ich keine Gelegenheit, die vorläufigen Quartalszahlen des Autozulieferers ElringKlinger zu studieren. Spontan habe ich allerdings erkannt, dass das Unternehmen sehr verheißungsvoll in das laufende Geschäftsjahr gestartet ist. Alle maßgeblichen Kennzahlen konnte man teils sprunghaft verbessern. Mehr dazu lesen Sie gleich morgen.

Ich rate unverändert zum Kauf der Aktie zu Kursen bis 13,90 Euro.

Empfehlung: kaufen bis 13,90 EUR

Börsenplatz: Xetra

20. April 2021

Root-Aktie weiter schwach – Wir müssen die Reißleine ziehen

Gestern notierte die Aktie der Root Insurance sehr schwach und markierte dabei ein neues Jahrestief. Gleichzeitigen verloren die Aktien des US-InsurTech Lemonade ebenfalls spürbar, obwohl von beiden Unternehmen keine Nachrichten bekannt geworden sind, die den Kursrückgang rechtfertigen. Fest steht, dass die Investoren die gesamte Branche im Augenblick nicht schätzen. Offenbar hat sich am Markt der Eindruck verfestigt, dass der Branche nicht das gleiche Wachstumspotenzial wie dem verwandten FinTech-Segment beschieden ist.

Diese Verkaufsempfehlung kann ich Ihnen leider nicht ersparen: Root ist für uns ein kapitaler Misserfolg, den wir auch in der Performance des NextGeneration-Depots spüren. Ich ziehe nun die Reißleine und werde die Root-Aktie in New York mit einem Verkaufslimit von 10,10 USD veräußern.  

Künftig werde ich die Startup-Positionen des NextGeneration-Depots durch Stop-Loss-Limits absichern. Einige unter Ihnen hatten diesen Sachverhalt richtigerweise thematisiert.    

Empfehlung: verkaufen ab 10,10 USD

Börsenplatz: Nasdaq

14. April 2021

Apple-Aktie zeigt wieder Dynamik – iPhone-Absatz brummt

Die Aktie der Apple tendiert derzeit stark und verteuerte sich auf Wochensicht um rund 6 %. Zuvor war bekannt geworden, dass im Januar 6 der 10 meistverkauften Smartphones aus dem Hause Apple stammten. Das neue 5G-fähige iPhone 12 ist dabei – wie schon seine Vorgänger – das Maß aller Dinge. Über 70 % des Smartphone-Absatzes entfielen auf dieses Gerät. Mit anderen Worten: Das Brot-und-Butter-Geschäft bei Apple brummt.

Unterdessen warten die Apple-Jünger auf die neue Generation des iPad Pro, dessen Markteinführung zuletzt aufgrund von Lieferengpässen verschoben werden musste. Nun verdichten sich allerdings die Anzeichen, dass das neue Modell noch im April zumindest in den USA auf den Markt kommen kann. Generell gilt allerdings: Die Knappheit bei den Display-Bauteilen besteht immer noch. Daher wird das neue iPad wohl zunächst in recht bescheidener Stückzahl erscheinen.

Die Apple-Aktie bleibt für uns ein unverzichtbares Basisinvestment. Bleiben Sie unverändert investiert!

Empfehlung: halten

14. April 2021

Splunk: Studie erwartet Wachstumsexplosion für Big-Data-Software

Der US-Branchendienst Big Data Analytics News hat in einer Kurzstudie herausgefunden, dass derzeit rund 67 % der mittelständischen Unternehmen zumindest einfache Anwendungen zur Datenanalyse (Big Data) nutzen. Dabei wenden diese Unternehmen rund 10.000 USD pro Jahr für diese Software auf. Die Marktforscher erwarten, dass sich diese Ausgaben in den nächsten Jahren verdoppeln werden. Man prognostiziert bis 2027 ein jährliches Wachstum des Marktvolumens – zuletzt rund 41 Milliarden USD – von rund 14 % pro Jahr.

Als wesentlicher Treiber im Big-Data-Segment gilt die durch die Pandemie nochmals beschleunigte Digitalisierung und Automatisierung. Ferner werden die Anwendungen in ihrem Zugriff auf die Datenberge durch künstliche intelligente Merkmale immer exakter und liefern vor allem für Unternehmen des E-Commerce – z. B. Netflix – immer aussagefähigere Erkenntnisse über die Konsumgewohnheiten der Nutzer.

Schwachpunkt der Big-Data-Aktien: Aufgrund des enormen Marktpotenzials ist der Markt von erheblichem Konkurrenzdruck gezeichnet. Dabei kämpft das Herausforderer-Unternehmen Splunk gegen Software-Größen wie IBM, SAP oder etwa Microsoft. Ich erwarte, dass sich der Big-Data-Markt in den kommenden Jahren konsolidieren wird. Unklar ist derzeit, ob Splunk zu den Unternehmen zählen wird, die selbst fressen oder gefressen werden.

Das US-Unternehmen wiegt derzeit an der Börse rund 24 Milliarden USD und ist damit für eine „spontane“ Übernahme zu schwer. Auf der anderen Seite zählt Splunk in der Nische der Maschinendaten (Log-Daten) zu den unangefochtenen Technologieführern. Es bleibt also spannend.

Ich bestätige meine Kaufempfehlung für die US-Aktie. Fassen Sie zu Kursen bis 141 USD zu, sofern Sie noch nicht investiert sind. 

Empfehlung: kaufen bis 141,00 USD

Börsenplatz: NASDAQ

14. April 2021

Root-Aktie weiter schwach – Ich bin unverändert von der Branche überzeugt

Die Investoren können sich weiterhin nicht für die Branche der InsurTech-Unternehmen wie etwa Root Insurance oder Lemonade erwärmen. Die beiden jungen US-Aktien tendierten in den vergangenen Tagen auf niedrigem Niveau erneut schwach.  

Gleichwohl bin ich von der Branche unverändert überzeugt und halte daher an der Root-Aktie weiterhin fest. Mehr noch: Sobald ich einen Stimmungsumschwung für die InsurTech-Aktien erkenne, werden wir nachfassen, um den Kursrückgang konstruktiv zu nutzen. Dabei werden wir entweder die Position Root durch Nachkauf verdoppeln oder zur Ergänzung die Aktie der Lemonade hinzunehmen.

Mehr dazu erfahren Sie hier ganz bald. Ich rate Ihnen, weiterhin an der Root-Aktie festzuhalten.  

Empfehlung: halten

14. April 2021

Encavis: Analysten mehrheitlich optimistisch für die Klima-Aktie

Die Analysten äußerten sich nach Veröffentlichung der letzten Geschäftszahlen mehrheitlich optimistisch für die Aktie des Stromerzeugers Encavis. Im Schnitt erwartet man, dass das norddeutsche Unternehmen den Gewinn pro Aktie heuer um fast 15 % steigern wird. Mittelfristig sieht man den Kurs der Aktie bei rund 18,60 Euro. Lediglich der Analyst der Commerzbank gibt sich pessimistisch und rät zu einem Teilverkauf der Encavis-Aktie (reduzieren). Eine echte Kaufempfehlung wird gegenwärtig für den Nebenwert nicht ausgegeben.

Richtig ist, dass die Encavis-Aktie derzeit sicherlich kein Schnäppchen mehr ist. Das Geschäftsmodell, also der Betrieb von Solar- und Windkraftanlagen, gilt als absolut zukunftsträchtig und gleichermaßen stabil und berechenbar. Aus diesem Grund findet die Aktie sowohl Anklang bei Zukunftsinvestoren wie auch bei Liebhabern belastbarer Substanzaktien. Diese doppelte „Zuneigung“ hat selbstverständlich ihren Preis.

Erwarten Sie bitte von dieser Aktie kurzfristig keine Kurswunder! Gleichwohl rate ich hier unverändert zum Kauf, sofern Sie hier noch nicht engagiert sind. Setzen Sie darauf, dass die Klima-Aktie nochmals nach unten auszuckt. Dann müssen Sie zu Kursen bis 16,10 Euro (neues Kauflimit) zur Stelle sein.  

Empfehlung: kaufen bis 16,10 EUR

Börsenplatz: Xetra

14. April 2021

Albemarle: Konkurrenten steigen in Lithium-Förderung ein

Gegenwärtig erwarten die Investoren, dass verschiedene neue Player mittelfristig in die Lithium-Förderung einsteigen werden. So hat das chilenische Minenunternehmen Codelco (Corporación Nacional del Cobre de Chile) offenbar eine Lizenz zur Erschließung eines Lithium-Projektes im Maricunga-Salzfeld (Chile) beantragt. Codelco ist der weltgrößte Kupferförderer und befindet sich im Staatseigentum. Mit anderen Worten: Hier hat man einen guten Draht zu den zuständigen Behörden, die die benötigten Lizenzen zur Exploration vergeben.

Zuvor meldete das britische Minenunternehmen Rio Tinto, dass man im US-Bundesstaat Kalifornien auf Lithiumvorkommen guter Qualität gestoßen ist. Das war ein Zufallsfund, denn eigentlich hatten die Briten nach Gold gebohrt. Kurzfristig kann Rio Tinto hier nun rund 10 Tonnen Lithium pro Jahr fördern. Das ist völlig unbedeutend. Allerdings hat man die Hoffnung, dass in dem Projekt mittelfristig eine jährliche Förderung im Volumen von bis zu 5.000 Tonnen möglich ist. Das entspräche dann immerhin schon dem Lithium-Bedarf von 15.000 Tesla-Fahrzeugen.

Der Eindruck trügt nicht: Der Boom der E-Mobilität bzw. die zuletzt stark auftreibenden Preise für Lithium locken neue Player in die Branche. So förderten weder Codelco noch Rio Tinto zuvor Lithium. Gleichwohl können wir mit diesen Nachrichten umgehen. Es ist völlig normal, dass steigende Preise eine Ausweitung der Kapazitäten und Intensivierung des Wettbewerbs hervorrufen. So funktioniert der Markt.

Gleichwohl gehe ich davon aus, dass die Nachfrage der Autobauer nach Lithium stärker wachsen wird als das Angebot. So erwarten die Analysten, dass Tesla seine Produktion gemessen an der Stückzahl bis 2025 um 59 % pro Jahr steigern wird. Solche Steigerungsraten der Produktion sind im Bergbau oder in der Lithiumförderung aus technischen Gründen undenkbar.

Ich bestätige meine Kaufempfehlung für die Aktie der Albemarle. Fassen Sie zu, sofern Sie noch nicht investiert sind.

Empfehlung: kaufen bis 162,00 USD

Börsenplatz: NYSE

07. April 2021

Lithium-Preise ziehen massiv an – Wann folgt die Albemarle-Aktie?

Seit Ende des Jahres ziehen die Preise für die diversen Lithium-Produkte massiv an. So weist der einschlägige Lithium Index allein für das laufende Jahr eine positive Wertentwicklung in Höhe von 46,5 % aus. Achtung: Dieser Index misst die Preisentwicklung des Rohstoffs Lithium und versammelt zu diesem Zweck verschiedene Lithium-Preise des Weltmarktes. Der deutsche Finanzdienstleister Solactive berechnet hingegen einen Aktien-Index namens Global Lithium Index. Dieser Index ist hier nicht gemeint. Zur Analyse der Albemarle-Aktie ziehe ich in gewissen Abständen den Rohstoff-Index heran.

Diese Frage ist berechtigt: Wieso schwächelt die Aktie des Lithiumförderers Albemarle, wenn sein Basisprodukt im Preis stark anzieht? Hier beobachte ich wieder einmal einen ganz typischen Börseneffekt. So hat sich die Aktie im vergangenen Jahr fast verdoppelt, obwohl die Lithium-Preise zunächst stagnierten. Die Investoren haben also eine erwartbare Preisentwicklung vorweggenommen. Folglich löste die jüngste Hausse des Rohstoffes keine frische Nachfrage in den Aktien der Lithiumförderer aus.

Ich gehe davon aus, dass sich die Rally der Lithiumpreise in den kommenden Monaten fortsetzen wird. Frische Impulse erwarte ich mir besonders von der neuen US-Regierung unter Joe Biden. Ich erwarte, dass man in Washington nächstens Förderprogramme (Umweltbonus) für E-Autos nach europäischem Vorbild auflegen wird. Solche Maßnahmen werden indirekt zusätzliche Nachfrage nach dem Rohstoff auslösen.

Ich bestätige daher ausdrücklich meine Kaufempfehlung für die Aktie der Albemarle. Sind Sie noch nicht oder nur mit geringer Depotgewichtung investiert, rate ich Ihnen jetzt zum Kauf. Die jüngste Kursschwäche der US-Aktie ist eine Momentaufnahme. Vor allem die Neuleser der Premium-Chancen sollten diese Kaufgelegenheit jetzt konstruktiv nutzen.

Zum Abschluss: Albemarle hat in dieser Woche plangemäß eine Quartalsdividende in Höhe von 0,39 USD an Sie als Aktionär ausgekehrt. Die Dividende habe ich wie üblich in die Cashposition eingebucht.

Empfehlung: kaufen bis 162,00 USD

Börsenplatz: NYSE

07. April 2021

ElringKlinger: Korrektur wird nun abgeschlossen – Aktie wieder ein Kauf

Zuletzt hatte ich nach schwacher Kursentwicklung die Aktie der ElringKlinger auf Halten zurückgenommen. In den letzten Wochen belastete eine gewisse Risikoscheu der Investoren den Kurs des Autozulieferers. Daneben wurden teils massiv Wasserstoff-Aktien ausverkauft. Zwar ist Elring kein reinrassiges Wasserstoff-Unternehmen. Allerdings weiß man am Markt, dass sich das Unternehmen in den kommenden Jahren stark in die Richtung E-Mobilität – sowohl Wasserstoff wie auch Lithium – entwickeln wird. So wurde die Aktie in „Sippenhaft“ genommen und verlor ähnlich wie der einschlägige Wasserstoff-Index.

Jetzt verdichten sich die Anzeichen, dass die Elring-Aktie die Korrektur in den nächsten Tagen abschließen wird. Generell gilt ohnehin: Autobauer und im Nachgang die Zulieferer stehen am Anfang eines frischen Nachfragezyklus, der nach herrschender Analystenmeinung bis 2025 tragen wird.

Daher stufe ich nun die Aktie der ElringKlinger wieder auf Kaufen herauf. Fassen Sie jetzt mit dem am rechten Rand genannten Limit zu, sofern Sie in der Elring-Aktie noch nicht engagiert sind.

Empfehlung: kaufen bis 13,90 EUR

Börsenplatz: Xetra

31. März 2021

Welltower: Analysten erwarten Rückkehr zu alter Stärke

Die Rating-Agentur Fitch stuft die Bonität des Seniorenheim-Betreibers Welltower unverändert mit BBB+ ein. Damit gilt das US-Unternehmen weiterhin als weitgehend verlässlicher Schuldner (Investment Grade). Aus Sicht der Analysten sollte die Unternehmensführung die Verschuldung im Unternehmen allerdings zumindest moderat in den kommenden Quartalen reduzieren. Erst dann ist eine Einstufung im Top-Bereich (A und höher) möglich.

Man geht davon aus, dass die Belegungsrate der Einrichtungen aufgrund der fortgeschrittenen US-Impfkampagne im laufenden Jahr wieder allmählich steigen wird. Vor allem im vergangenen Jahr hatten viele US-Senioren einen geplanten Einzug in eine Welltower-Einlage entweder verschoben oder teilweise sogar komplett abgesagt. So war die Belegungsrate im ersten Quartal nochmals leicht rückläufig. Dieser negative Effekt sollte allerdings bis Jahresende aufzuholen sein, so die Fitch-Analysten.

In der Studie erkennt Fitch, dass das Geschäftsmodell des betreuten Wohnens sowie der Pflege in der Pandemie gelitten hat. Ich gehe davon aus, dass in der Branche aufgrund der Covid-Erfahrungen auch künftig ausgedehnte Hygienevorschriften greifen werden. Ein Beispiel: So wird derzeit in der Szene diskutiert, dass das betreuende Personal künftig immer zumindest eine einfache Gesichtsmaske tragen wird. Diese Maßnahmen werden die Margen in der Branche natürlich schmälern.

Unter dem Strich ist derzeit Konsens, dass das Geschäftsmodell langfristig hingegen keinen Schaden nehmen wird. Der übergeordnete Trend, also der demografische Wandel, wirkt weiterhin und verbreitert die potenzielle Kundenbasis von Unternehmen wie Welltower. Fitch rechnet damit, dass der Seniorenheim-Betreiber 2023 die Covid-Krise abschließend verdaut haben wird. Dann sollten die Belegungsraten allgemein wieder deutlich über 90 % liegen.

Halten Sie an dieser Dividendenaktie unverändert fest.

Empfehlung: halten

31. März 2021

Elring-Aktie nach Zahlen unter Verkaufsdruck – Wir bleiben investiert

Der schwäbische Autozulieferer ElringKlinger legte gestern Geschäftszahlen vor. Danach schrumpfte der Umsatz im vergangenen Corona-Jahr in den fortgeführten Geschäftsaktivitäten um knapp 12 % auf 1,5 Milliarden Euro. Dabei rutschte das Unternehmen auch in die roten Zahlen. Unter dem Strich meldete man einen Fehlbetrag in Höhe von 41 Millionen Euro bzw. 0,64 Euro je Aktie.

Für das laufende Jahr ist die Unternehmensführung optimistisch. Immer natürlich unter dem Vorbehalt, dass das Virus nicht nochmals massiv zurückkommt und die Produktion in der Autobranche beeinträchtigt. Man erwartet ein spürbares Umsatzwachstum in Höhe von rund 13 %. Dann wird man auch wieder schwarze Zahlen schreiben und voraussichtlich, die zuletzt ausgesetzten Dividendenzahlungen wieder aufnehmen.

Im Grundsatz sind die schwachen Zahlen keine besondere Überraschung, und so reagierte die Aktie auf das Zahlenwerk zunächst nur mit kleinen Abschlägen. Heute kommen nun eine ganz Reihe von Analysten mit eher pessimistischen Einschätzungen daher und setzen damit die Aktie unter starken Verkaufsdruck. Insgesamt stufen meine Kollegen die Elring-Aktie mehrheitlich als Halten-Position ein und nennen nur wenig ambitionierte Kursziele zwischen 10 und 12 Euro.

Ich halte diesen Pessimismus für überzogen. Meines Erachtens unterschätzen meine Kollegen die aufkommende Erholung des Pkw-Segmentes. Gleichwohl erkenne auch ich, dass die Aktie technisch betrachtet nun angeschlagen ist und sicherlich nächstens noch deutlich unter die Marke von 12 Euro absacken wird. Gleichwohl rate ich Ihnen, an der Aktie festzuhalten. Sobald die Korrektur ausgestanden ist, werde ich den Nebenwert wieder auf Kaufen heraufstufen.

Empfehlung: halten

31. März 2021

Citron Research: Root-Aktie ist ein Schnäppchen

Ein US-Analyst aus dem Hause der Citron Research hat den digitalen Versicherer Root Inc. in höchsten Tönen gelobt. Technologisch betrachtet sei das InsurTech-Unternehmen der konventionellen Konkurrenz um Jahre voraus. Mittlerweile hätten die Versicherungsnehmer der Root über 10 Milliarden Meilen zurückgelegt. Das Unternehmen habe dabei bereits über 100.000 Schadensfälle abgewickelt.

Die Citron-Studie meint:„Root has the best data analytics in the industry.“ Zu Deutsch: Root verfügt über die beste Datenanalyse der Branche. Außerdem sei Root der einzige Versicherer, dessen App-Anwendung (mobile Telematik) auf den Smartphones aller seiner Kunden installiert ist. Dieser Sachverhalt kann uns nicht überraschen. Schließlich ist genau dieses Merkmal der Clou des digitalen und mobilen Geschäftsmodells.  

Kritisch wurde in der Studie angemerkt, dass der Zeitpunkt des Börsengangs ungünstig gewählt worden sei. Ferner gelingt es der Unternehmensführung nicht immer, das neue Geschäftsmodell dem Markt zu erklären. Aber das könne man ja ändern, so der Citron-Analyst.

Fazit der Analyse: Hier investiert man in ein disruptives Technologie-Unternehmen mit einem erheblichen Rabatt auf den Preis, den Technologie-Investoren üblicherweise für innovative Geschäftsmodelle bezahlen.

Nach dem Analysten-Kommentar zog die Aktie kurzzeitig über die Marke von 14 USD hinaus. Ich setze nun darauf, dass der US-Titel in eine Phase der Bodenbildung zwischen 11 und 14 USD eintreten wird. Das ist die Voraussetzung für eine anschließende Erholung. Wir bleiben zunächst unverändert investiert.  

Empfehlung: halten

31. März 2021

Immo-Unternehmen des Dividenden-Depots öffnen die Geldschleusen

Der Schweizer Immobilien-Verwalter Swiss Prime hat Ihnen nun aufgeteilt auf zwei Tranchen eine Dividende in Höhe von insgesamt 3,35 CHF überwiesen. Dabei unterliegt eine Tranche sowohl der heimischen Kapitalertragssteuer als auch der schweizerischen. Die andere Tranche hingegen ist von der Kapitalertragssteuer der Schweiz freigestellt.

Die frohe Nachricht: Die in der Schweiz abgeführte Steuer ist auf Antrag bei den dortigen Finanzbehörden für Steuerausländer erstattungsfähig. Hier komme ich noch zu geeigneter Zeit auf Sie zu, um Ihnen das Verfahren genau zu erklären. Dann holen wir uns in einem Abwasch auch die überzahlte Steuer auf die im Mai anstehende Dividende der Swatch Group zurück.

Ferner weist heute der US-Spezialist für Lagerflächen, Extra Space Storage, die übliche Quartalsdividende in Höhe von 1 USD je Aktie für Sie an. Wie üblich werde ich die ausgeschütteten Dividenden in die Position Cash einbuchen sowie rechnerisch im Depot in der Performance-Angabe Kurs + Dividende für Sie vermerken. So erkennen Sie auf einen Blick immer die Gesamt-Performance der Position. Die meisten Broker weisen lediglich die nackte Kursentwicklung einer Aktie aus.   

Ich stufe die Aktie der Extra Space Storage weiterhin als Halten-Position ein. Bei Swiss Prime rate ich dagegen unverändert zum Kauf, sofern Sie in dieser konservativen Substanzaktie noch nicht engagiert sind.

Extra Space Storage Inc.

Empfehlung: halten

Swiss Prime Site AG

Empfehlung: kaufen (billigst)

Börsenplatz: Zürich

25. März 2021

Encavis meldet solide Zahlen – Aktie zunächst unter Verkaufsdruck

Der Betreiber von Solar- und Windkraftanlagen Encavis konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz um 7 % auf rund 292 Millionen Euro ausbauen. Das Rekordergebnis des Vorjahres (2019) hingegen konnte man hingegen nicht mehr steigern, sondern lediglich bestätigen. Insgesamt verdiente das norddeutsche Unternehmen operativ pro Aktie 0,43 Euro. Erwartungsgemäß wird man die Dividende von 0,26 auf 0,28 Euro anheben.

Im vergangenen Jahr entwickelte sich aufgrund eher durchschnittlicher meteorologischer Bedingungen die Solarsparte weniger günstiger. Hier musste Encavis einen kleinen Umsatzrückgang von 1,6 Millionen Euro hinnehmen. Auch die unterjährige Zuschaltung der spanischen Großanlagen Talayuela und La Cabrera konnten den Umsatzrückgang nicht ausgleichen.

Im laufenden Jahr möchte der Stromerzeuger allerdings wieder spürbar wachsen. Man erwartet, dass der Umsatz um knapp 10 % und der operative Gewinn um rund 7 % zulegen wird. Erstmals werden dann auch die vorgenannten spanischen Großanlagen ganzjährig zu Umsatz und Gewinn beitragen.

Man spürt schon, dass das Unternehmen allmählich erwachsen wird. Daher stieg die Encavis-Aktie vor rund 3 Wochen auch in den MDAX auf. Damit einher geht allerdings eine allmähliche Abflachung des starken Gewinntrends aus den Vorjahren. Zukäufe oder erweiterte Kapazitäten wirken sich künftig nicht mehr derart günstig auf Umsatz oder Gewinn aus. Überhaupt spürt man, dass die Klimaaktien derzeit nicht im Fokus der Investoren stehen. So sackte die Aktie nach Veröffentlichung der ganz soliden Zahlen stark ab.

Gleichwohl belasse ich die Aktie zunächst auf Kaufen. Fassen Sie zu Kursen bis 15,10 Euro zu, sofern Sie noch nicht investiert sind.

Meine Planungen: Im vergangenen Jahr hat die im Kern konservative Aktie etwas überdreht. Daher hatte ich auch zweimal von dem hohen Kurs durch Teilverkäufe abgebissen. Mit der verbliebenen Position plane ich langfristig. Ich erwarte, dass das Unternehmen die Dividende auch künftig moderat, aber stetig erhöhen wird. So beträgt die quasi garantierte Dividendenrendite gerechnet auf den Einstandskurs des Dividenden-Depots von 7,53 Euro nach der jüngsten Erhöhung nun 3,7 %. Steigen Sie nun ein, starten Sie mit einer Dividendenrendite von knapp 2 %. Das ist noch nicht die Welt, aber wie gesagt, hier wird das Unternehmen alljährlich für Sie nachlegen.     

Empfehlung: kaufen bis 15,10 EUR

Börsenplatz: Xetra

24. März 2021

Swiss Prime: Aktionäre segnen Dividende ab – Aktie gefragt

Die General- bzw. Hauptversammlung der Swiss Prime-Aktionäre hat erwartungsgemäß den Dividendenvorschlag des Immobilien-Unternehmens abgesegnet. Damit wird das Unternehmen am 29. März rund 255 Millionen CHF an die Aktionäre überweisen. Pro Aktie kassieren Sie vor Steuern 3,35 CHF. Beachten Sie bitte, dass die Dividende voraussichtlich in zwei Tranchen zeitgleich ausbezahlt wird. Offenbar werden wir die Dividende teilweise steuerfrei vereinnahmen. Weitere Informationen hierzu habe ich für Sie, sobald ich Ende März meine Dividendenabrechnung gesehen habe. Dann werde ich auch erläutern, wie Sie eine Rückerstattung der Schweizer Quellensteuer veranlassen.

Die Aktie handelt bereits ex Dividende. Zu Deutsch: Die Dividendenausschüttung ist bereits im Kurs eingepreist. Ungeachtet des Dividendenabschlags verbesserte sich die eidgenössische Dividendenaktie auf Wochensicht über 2 %. Leider ist die Schweizer Impfkampagne wie in großen Teilen Europas auch eher gemütlich gestartet. Ich bin allerdings optimistisch, dass die dortige Kampagne nach Ostern an Dynamik gewinnen wird. Das wird der Aktie der Swiss Prime weiterhelfen.

Ich bestätige meine Kaufempfehlung für die Immobilien-Aktie. Sie werden als Neukäufer dann von der Dividende des laufenden Geschäftsjahres, die 2022 zur Ausschüttung ansteht, profitieren. (kaufen / billigst)

Empfehlung: kaufen (billigst)

Börsenplatz: Zürich

24. März 2021

Elring-Aktie leidet unter Schwäche des Wasserstoff-Segmentes

Auf Wochensicht tendierten die Wasserstoff-Aktien mehrheitlich sehr weich. So verlor der einschlägige europäische Wasserstoff-Index auf Wochensicht über 8 %. Dabei wurde auch eine untere Haltelinie bei rund 500 Punkten unterboten. Damit steigt die Gefahr, dass das Segment in eine zweite Korrekturphase eintreten wird.

Die Charttechnik deutet nun ein weiteres Korrekturpotenzial von rund 20 % an. Ich erwarte, dass sich der Index spätestens bei rund 300 Punkten befestigen wird und nach einer Phase der Bodenbildung wieder nach oben abdrehen wird. Das ist zwar Kaffeesatzleserei, aber trotzdem: Das kommende Jahr sollte für Wasserstoff-Investoren wieder einmal sehr angenehm werden.

Die Elring-Aktie kann sich momentan nicht von der negativen Marktstimmung in der Wasserstoff-Branche abkoppeln, obwohl die Aktie kein Bestandteil des Wasserstoff-Index ist. Freilich ist am Markt bekannt, dass das schwäbische Unternehmen in den kommenden Jahren massiv in den Zukunftsmarkt einsteigen wird. Diese eigentlich positive Perspektive belastet die Elring-Aktie im Moment. Börsianer bezeichnen ein solches Phänomen auch als Sippenhaft.

Vorsichtshalber stufe ich daher die Aktie kurzfristig auf Halten herab. Ich bin allerdings guter Dinge, dass der Markt nächstens erkennt, dass Wasserstoff noch nicht die Gegenwart der Schwaben ist. Stattdessen profitiert das Unternehmen von einer verbesserten Perspektive der Autobauer. Derzeit treiben Auto-Aktien stark auf. Die Aktie des Autozulieferers Elring sollte nächstens entsprechend nachziehen.

Ich halte an der Aktie fest und kann sie möglicherweise in ein oder zwei Wochen wieder auf Kaufen stellen.

Unterstützung bei 500 wackelt

Empfehlung: halten

24. März 2021

Gemischter Erfolg: Wir verkaufen Faktor-Zertifikat auf EUR/USD

Mittlerweile verdichten sich die Anzeichen, dass der Euro die im vergangenen Jahr gestartete Erholung gegen den US-Dollar beendet hat. So sackte die Gemeinschaftswährung zuletzt unter die Marke von 1,20 USD ab. Die Hintergründe: Anfang des Jahres ist in den USA die Inflation nahe an die Marke von 2 % gestiegen. In der Folge legte der US-Marktzins in allen Laufzeiten spürbar zu. In der EU hingegen fiel die Teuerung mit rund 1 % deutlich moderater aus. Ergo war auch der Zinsanstieg hier weniger ausgeprägt.

Nun fließt das Kapital immer dorthin, wo man höhere (Zins)renditen erzielt bzw. erwartet. Also legte der US-Dollar gegen den Euro zuletzt wieder zu. Sehr wahrscheinlich wird sich der Zinsvorsprung des US-Währungsraums weiter vertiefen, da dort die Impfkampagne günstig voranschreitet und der US-Konjunktur Rückenwind geben wird.

Per saldo müssen wir in der Position einen Buchverlust in Höhe von rund 14 % hinnehmen. Gleichwohl können Sie mit diesem Verlust leben. Denn allein im NextGeneration-Depot sind wir zu einem Drittel in Dollar-Aktien investiert. Im Dividendendepot sind wir sogar zu 40 % im Dollar-Raum unterwegs. In diesen Dollar-Positionen haben Sie zuletzt einen Währungsgewinn von knapp 3 % erzielt. Richtig ist also, dass diese Position für uns entbehrlich gewesen wäre. Richtig ist aber auch, dass die Verluste des Faktor-Zertifikates auf Depotebene für uns überkompensiert worden sind.

Lange Rede, kurzer Sinn: Veräußern Sie nun das Faktor-Zertifikat EUR/USD ohne Limit über Stuttgart oder Frankfurt.

Empfehlung: verkaufen

Börsenplatz: Stuttgart