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17. Juni 2021

Vodafone Deutschland bleibt Ericsson treu – Aktie jetzt wieder kaufen

Die Deutschland-Tochter des britischen Mobilfunkers Vodafone wird ihr Kernnetz in Deutschland mit der Technologie der Ericsson auf den neuen Mobilfunkstandard 5G aufrüsten. Eine entsprechende Vereinbarung mit einer Laufzeit von 5 Jahren unterzeichneten die beiden Unternehmen heute in Düsseldorf. Die Entscheidung der Vodafone Deutschland zugunsten der Schweden war am Markt erwartet worden. Beide Unternehmen arbeiten europaweit bereits seit Jahren zusammen. So hat Ericsson bereits das LTE-Netz für Vodafone in Deutschland aufgebaut.

Nach eigenen Angaben laufen gegenwärtig 40 % der mobilen Datenkommunikation über Netze, die das schwedische Unternehmen installiert hat. Dabei haben die Schweden zuletzt – mit kleiner Unterstützung der Politik – auch im 5G-Segment die globale Marktführerschaft errungen. Die Angriffe der chinesischen Konkurrenten Huawei und ZTE konnte man weitgehend parieren.

Die schlechten Nachrichten für uns als Ericsson-Aktionär: Insgesamt schreitet die Verbreitung des 5G-Standards in Europa nur langsam voran, wie auch das Beispiel Vodafone zeigt. Erst jetzt gönnen uns die Briten 5G. Folglich liegt die Marktdurchdringung des Mobilfunkstandards – gemessen an 5G-fähigen Handy-Verträgen – in Europa erst bei 1 %. Zum Vergleich: In Korea oder China kann bereits jeder 10. Nutzer die schnelle 5G-Kommunikation zumindest zeitweise nutzen.

Das ist kein Ruhmesblatt für den Technologie-Standort Europa. Andererseits können wir diesen Befund auch antizyklisch nehmen: Ericsson hat hierzulande und in unserer Nachbarschaft noch viel zu tun. Erst 2026 wird 5G in Europa auf eine Durchdringung von knapp 70 % kommen.

Meine Empfehlung: 5G hat nicht das ganz Zeug zum großen Boom. Gleichwohl bietet der neue Standard für Unternehmen wie Ericsson langfristig reichlich Wachstumspotenzial. Nachdem die Ericsson-Aktie zuletzt etwas müde war, stufe ich den Schweden-Titel nun wieder auf Kaufen herauf.

Diese Kaufempfehlung richtet sich besonders an die Neuleser, die in den letzten Wochen zu uns gestoßen sind. Holen Sie sich jetzt die Ericsson-Aktie zu Kursen bis 10,90 Euro und profitieren Sie wieder ein Stückchen mehr von den Vorzügen meiner Depotstrategie!      

Empfehlung: kaufen bis 10,90 EUR

Börsenplatz: Tradegate

16. Juni 2021

Livent erhöht Kapital – Aktie gerät unter Abgabedruck

Der US-Lithiumförderer Livent wird sein Aktienkapital erhöhen und im Rahmen dieser Maßnahme mindestens 14,5 Millionen neue Aktien anbieten. Die neuen Stücke werden 17,50 USD kosten. Dadurch fließen dem Unternehmen frische Mittel in Höhe von über 250 Millionen USD zu.

Durch die Kapitalmaßnahme steigt die Anzahl der Livent-Aktien um mindestens 9 %. In der Folge ermäßigte sich der Kurs der US-Aktie spürbar und läuft gegenwärtig auf den Ausgabepreis der neuen Aktien in Höhe von 17,50 USD zurück.

Zuvor hatte ich die Aktie gemäß meiner Empfehlung in das NextGeneration-Depot eingebucht. Wir sind also von der Nachricht zunächst auf dem falschen Fuß erwischt worden. Gleichwohl gilt: Solche Maßnahmen belasten die Kursentwicklung einer Aktie üblicherweise nur kurzfristig. Langfristig werden wir profitieren, wenn wir unterstellen, dass die Unternehmensführung das frische Kapital sinnvoll für weiteres Wachstum einsetzt.

Bereits in der Empfehlung, die Sie unverändert auf der Webseite finden, habe ich erläutert, dass die Amerikaner die bestehende Produktion in Argentinien ausbauen möchten. Ferner wird man das Whabouchi-Projekt in Québec gemeinsam mit einem Partner wiederbeleben.

Bei der Bestimmung des Kaufzeitpunktes (Timing) hatte ich wenig Glück. Gleichwohl bin ich von der Lithium-Aktie unverändert überzeugt und bestätige meine Kaufempfehlung. Fassen Sie jetzt zu Kursen bis 18 USD zu, sofern Sie noch nicht investiert sind.   

Empfehlung: kaufen bis 18,00 USD

Börsenplatz: NYSE

16. Juni 2021

Zur Rose: Ich hebe Kauflimit auf 365 Franken an

Hand aufs Herz! Da habe ich uns alle doch etwas genervt. Zuletzt hatte ich das Kauflimit für die Aktie der Zur Rose auf 315 CHF angehoben. Das war allerdings zu knapp, sodass wir die Schweiz-Aktie wieder nicht in unser Depot aufnehmen konnten.

Ich bestätige meine Kaufempfehlung für die Aktie der Zur Rose und hebe dafür das Kauflimit auf 365 CHF an. Sollte die Aktie auch diesmal nicht den Weg in das NextGeneration-Depot finden, werde ich mich anderweitig orientieren.

Empfehlung: kaufen bis 365,00 CHF

Börsenplatz: Zürich

16. Juni 2021

Encavis: Nehmen Sie die neuen Aktien und erhöhen Sie für sich die Dividendenrendite

Im Segment der Klima- bzw. GreenTech-Aktien bahnt sich eine Trendwende an. So waren Titel wie Vestas, Siemens Gamesa und auch Encavis in den vergangenen Tagen wieder gesucht. Der Hintergrund: Die G7-Staaten hatten sich jüngst in großer Harmonie nochmals zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens bekannt. Danach sollen die führenden Volkswirtschaften der G7 bis 2050 klimaneutral arbeiten. Bis Ende dieses Jahrzehnts soll der Ausstoß klimaschädlicher Gase – im Vergleich zu 2010 – mindestens halbiert werden. Diese Ziele sind bekanntlich nur erreichbar mit den Produkten und Dienstleistungen der GreenTech-Unternehmen.

Die Aktie der Encavis zog auf Wochensicht um knapp 4 % an und notiert nun wieder deutlich über 14,60 Euro. Damit rechnet es sich für uns, statt der Bardividende die neuen Aktien zu nehmen. Meine Rechnung ist einfach: Rechnerisch bezahlen Sie für eine neue Encavis-Aktie im Rahmen des Dividendenprogramms 14,60 Euro. Tatsächlich sind diese Aktien heute bereits rund 15,70 Euro wert. Die neuen Stücke sind voraussichtlich ab dem 7. Juli börslich handelbar.

Weisen Sie nun Ihren Broker an, Ihnen die neuen Aktien zu beschaffen! Auf diese Weise steigern Sie übrigens indirekt die Nettodividende je Alt-Aktie von 0,20 auf knapp 0,22 Euro. Da müssen wir nicht lange überlegen.

16. Juni 2021

Albemarle will Ertrag aus Soleverdunstung massiv steigern

Der marktführende Lithiumförderer Albemarle arbeitet gegenwärtig an einem technischen Verfahren, das den Ertrag pro Einheit deutlich verbessern wird. Zu Deutsch: Gegenwärtig ziehen Lithiumförderer aus dem Salzwasser des Salar de Atacama im südamerikanischen Lithium-Dreieck nur rund 50 bis 55 % des tatsächlich vorhandenen Lithiums. Der Rest geht aktuell praktisch verloren.

Nun wird Albemarle die Produktionsanlagen entsprechend ertüchtigen. Künftig rechnet man damit, den Ertrag pro Einheit abgepumpten Salzwassers auf bis zu 85 % zu steigern. Die Maßnahme wird das US-Unternehmen zunächst knapp 200 Millionen USD kosten. Bereits in 18 Monaten soll sich das neue Verfahren auf den Ertrag der chilenischen Standorte auswirken.

Vielleicht ein kleines Problem: Derzeit gilt Chile als wirtschaftsfreundlich und politisch relativ stabil. In diesem November stehen in der Anden-Republik allerdings Wahlen an. Möglicherweise werden dann eher wirtschaftsferne politische Kräfte in die Verantwortung gewählt, die sich für eine höhere steuerliche Belastung der dort aktiven Rohstoff-Unternehmen aussprechen werden.  

Albemarle-Chef Kent Masters hat allerdings erklärt, dass man die politische Situation in Chile gerade im Hinblick auf die anstehenden Investitionen genau geprüft hat. Man hat Vertrauen in den Standort und wird dort auch künftig investieren.

Abschließend ein Blick auf die Lithium-Preise: Nach einem scharfen Preisaufschwung zu Jahresbeginn (+96 %) stagnieren die einschlägigen Lithium-Notierungen derzeit. So kostet eine Tonne hochreines Lithiumcarbonat – auf Monatssicht praktisch unverändert – derzeit 89.000 chinesische Yuan oder umgerechnet rund 11.480 Euro.

Wir bleiben unverändert investiert.    

Empfehlung: halten

16. Juni 2021

Welltower schafft Wende und meldet steigende Belegungsrate

Es ist so weit: Der US-Betreiber von Senioreneinrichtungen Welltower meldete erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie wieder eine steigende Belegungsrate. So waren Ende April 74 % der Kapazitäten belegt. Im Vergleich zum Vormonat entspricht dies einem Zuwachs in Höhe von 0,8 %.

Auf den ersten Blick wirkt dieses Wachstum nicht sonderlich beeindruckend. Ohne Frage ist auch eine Leerstandsquote von 26 % immer noch ein sehr ungünstiger Wert. Gleichwohl gehe ich davon aus, dass das US-Immobilien-Unternehmen nun die Trendwende geschafft hat. Offenbar empfinden US-Senioren Altersresidenzen oder Pflegeeinrichtungen der Welltower nicht mehr als Gesundheitsrisiko.

Ich erwarte, dass sich der Trend fortsetzen wird. Welltower darf sich ab jetzt also netto wieder über frische Zugänge in den Einrichtungen freuen. Mittelfristig sollte das Geschäftsmodell wieder zu alter Stärke zurückkehren. Letztlich arbeitet der demografische Wandel dem US-Unternehmen in die Hände. Die Pandemie hat diesen Trend ohne Frage erheblich gestört. Sie wird ihn allerdings nicht umkehren.

Chartkommentar: Die Immo-Aktie entwickelte sich in den letzten 12 Monaten unter geringen Schwankungen aufwärts. Die Investoren fassen zunehmend wieder Vertrauen zum Geschäftsmodell der Welltower. Aktuell fehlen der US-Aktie noch rund 10 USD auf ihr historisches Allzeithoch von rund 92 USD.

Unterdessen hat die Unternehmensführung die eigenen Schätzungen für das laufende Quartal angehoben. Bislang rechnete man mit einem operativen Ergebnis – wesentlich aus den Mieteinnahmen bestehend – von mindestens 72 US-Cent je Aktie. Nun hält man im Quartal sogar bis zu 79 US-Cent je Aktie für möglich.  

Ich plane unverändert langfristig mit der Aktie der Welltower. Bleiben Sie also dabei!

Welltower steigt stetig

Empfehlung: halten

9. Juni 2021

Kursdelle der Münchener Rück-Aktie zum Kauf nutzen!

Auf Monatssicht entwickelte sich die Aktie der Münchener Rück ungewöhnlich schwach. Per saldo verlor die Assekuranz-Aktie knapp 6 % ihres ursprünglichen Wertes. Die Aktien der Konkurrenten Hannover Rück oder Swiss Re entwickelten sich in diesem Zeitraum ebenfalls ungünstig.

Was sind die Hintergründe? In der Branche wachsen die Sorgen, dass die diversen Volkwirtschaften in den nächsten 3 Jahren eine veritable Konkurswelle erleben werden. Bereits vor Ausbruch der Pandemie galten etwa 20 % der börsennotierten US-Unternehmen als angeschlagen. Börsianer bezeichnen solche Unternehmen auch als Zombies, die nur aufgrund der niedrigen Zinsen bislang am Markt bleiben konnten.

Nun erwartet man, dass die Pandemie diese Zombie-Unternehmen die letzte Substanz gekostet hat. Dabei wurde diese Gefahr vielfach durch politische Maßnahmen verdeckt. So hat etwa Berlin die Pflicht zum Insolvenzantrag bei Überschuldung im vergangenen Jahr ausgesetzt. Ein vergleichbares Bild sehe ich in den USA: Hier sind ausgerechnet im Pandemie-Jahr die Insolvenzanträge gemessen an der Anzahl um 5 % zurückgegangen.

Nun soll sich dieser Stau bei den Insolvenzmeldungen auflösen. In der Folge rechnet die Branche mit erheblichen Kreditausfällen und möglicherweise auch einer Eintrübung des gesamtwirtschaftlichen Klimas, wie aus der branchenweit beachteten Risikostudie Sonar 2021 der Swiss Re hervorgeht.

Vor diesem Hintergrund nehmen die Rückversicherer derzeit offenbar entsprechende Risiken aus den Büchern. Solche Bereinigungen kosten zunächst Geschäft. Freilich ist dies nur eine Seite der Wahrheit. So melden die Unternehmen der Branche aufgrund der veränderten Risikosituation bereits seit Monaten straff steigende Prämien. Erst zur letzten Erneuerungsrunde (1. Juni) meldeten die Analysten etwa für das Segment der Gebäudeversicherung Prämienerhöhungen zwischen 5 und 10 %.

Fazit: Die Welt ist für die Rückversicherer derzeit sicherlich nicht perfekt. Freilich müssen wir den zur Schau getragenen Pessimismus in der Branche nicht überbewerten. Es gehört zum Geschäftsmodell der Versicherer, Risiken aus vertrieblichen Gründen aufzublähen. Denn in der Branche gilt: Da, wo der Kunde viel Risiko sieht, zahlt er auch (gerne) viel Prämie. Und das wiederum ist gut für das Geschäft.

Ich bestätige meine Kaufempfehlung für die Aktie der Münchener Rück. Nutzen Sie die aktuelle Kursschwäche und fassen Sie zu Kursen bis 240 Euro zu, sofern Sie sich den starken Dividendenbringer nicht schon für Ihr Depot geholt haben.

Empfehlung: kaufen bis 240,00 USD

Börsenplatz: Xetra

9. Juni 2021

ElringKlinger: Investoren suchen weiterhin Auto-Aktien

Die Investoren suchen weiterhin Auto-Aktien. So rückte der DAXsector Auto-Index in den vergangenen 2 Wochen um rund 8 % vor. Damit setzt sich der Trend hin zur Auto-Aktie ungebrochen fort. Bereits seit rund 12 Monaten fahren Titel wie VW, Daimler, BMW oder ElringKlinger vorneweg. In diesem Zeitraum hat der Branchen-Index eine gewaltige Out-Performance (Besser-Entwicklung) gegenüber dem DAX in Höhe von 60 % geschafft. Von diesem Trend profitierte auf Wochensicht wieder einmal die Elring-Aktie, die sich per saldo um über 5 % verteuerte, ohne dass neue Nachrichten aus dem Unternehmen bekannt geworden sind. Auch die Polytec-Aktie profitierte zuletzt vom starken Branchen-Momentum, auch wenn die Austria-Aktie nicht im Auto-DAX gelistet ist.  

Momentan gilt: Geben Sie keine Auto-Aktie aus der Hand! Folglich halten wir an ElringKlinger wie auch Polytec bis auf Weiteres fest.

ElringKlinger AG

Empfehlung: halten

Polytec Holding AG

Empfehlung: halten

9. Juni 2021

Encavis: So läuft das Dividendenprogramm

Der Stromerzeuger Encavis hat mit Wirkung zum 1. Juni sein alljährliches Dividendenprogramm gestartet. Danach können Sie die Dividende entweder klassisch als Bardividende beziehen oder aber diese Ausschüttung in neue Aktien des Unternehmens wandeln. Dabei beträgt die Höhe der Bardividende 0,28 Euro je Aktie. Dabei wird die Barzahlung aus abwicklungstechnischen Gründen in zwei Tranchen abgewickelt. Sie erhalten einmal eine Zahlung in Höhe von 0,20 Euro (Nettodividende). Gleichzeitig fließt Ihnen eine Zahlung in Höhe von 0,08 Euro zu, die postwendend an den Fiskus durchgeleitet wird.

Der Bezug der neuen Aktien: Grundsätzlich ist nur die Nettodividende in neue Encavis-Aktien wandelbar. Sie erhalten dabei pro 73 Alt-Aktien eine neue. Daraus errechnet sich ein Bezugspreis von 14,60 Euro pro neuer Aktie. Dieser Kurs ist für uns von großer Bedeutung. Notiert die Encavis-Aktie am 7. Juli – erster Handelstag der neuen Aktien ­– oberhalb dieses Bezugskurses, haben wir ein schnelles Geschäft gemacht. In diesem Fall rechnet sich also der Bezug der neuen Aktien für Sie. Notiert die Aktie an der Börse hingegen unterhalb von 14,60 Euro, ist für uns die Bardividende lukrativer.     

Beachten Sie bitte, dass Sie für den Bezug der Aktien zuvor Ihre Depotbank ausdrücklich anweisen müssen. Meine Depotbank hat mir dafür eine Frist bis zum 21. Juni gesetzt. Spätestens an diesem Tag muss meine Weisung dort vorliegen. Prüfen Sie bitte, ob Ihre Depotbank bzw. Ihr Broker möglicherweise eine abweichende Frist festgelegt hat. Wünschen Sie hingegen die Bardividende, müssen Sie nicht aktiv werden. Die Dividende wird Ihrem Konto dann voraussichtlich am 30. Juni automatisch zugebucht.

Meine Taktik: Derzeit tendiere ich eher zur Bardividende, da wir im Dividendendepot kaum noch Cash haben. Sollte sich der Encavis-Kurs in der nächsten Woche allerdings deutlich über 14,60 Euro bewegen, werde ich doch die Aktien nehmen. Dazu werde ich Sie rechtzeitig informieren, damit Sie gegebenenfalls Ihre Depotbank termingerecht anweisen können.  

Am rechten Rand habe ich für Sie ein PDF-Dokument der verlinkt. Hier können Sie alle Informationen zum Dividendenprogramm nochmals im Detail lesen.

Empfehlung: halten

9. Juni 2021

Swiss Prime holt sich Google als Mieter

Das war den Schweizern gleich eine Pressemitteilung wert, und das völlig zu Recht. Swiss Prime wird im Rahmen einer Tauschtransaktion aus einem Immobilienfonds der Crédit Suisse ein neues Großobjekt in Zürich (Müllerstraße 16/20) übernehmen. In dieses Objekt wird dann im kommenden Jahr Google Schweiz als Alleinmieter einziehen. Solche bonitätsstarken Mieter sind in der Branche naturgemäß gerne gesehen. Angenehm für Swiss Prime ist zudem, dass man das komplette Objekt an einen einzigen Mieter vergeben konnte. Das senkt die Verwaltungskosten und hebt folglich die Mietrendite.

Unterdessen greift Swiss Prime zumindest indirekt nun auch in den deutschen Markt aus. Dort kaufte das konzerneigene Anlagevehikel SPA Living+ Europe diverse Senioren- und Pflegeeinrichtungen (Senior Living) im Wert von 43,6 Millionen Euro. Der SPA-Fonds wurde Ende letzten Jahres für Pensionskassen und andere Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge der Schweiz errichtet. Insgesamt will Swiss Prime für den Immobilienfonds mindestens 1 Milliarde Euro einwerben. Neben Deutschland soll der Fonds nächstens auch in Frankreich, Belgien und den Niederlanden investieren.

Fazit: Die Google-Transaktion unterstreicht eine zentrale Kompetenz des Unternehmens. Die Objekte der Swiss Prime entsprechen fast immer dem Stand der aktuellen digitalen Technik. Dies soll die Entscheidung der Google zugunsten des Objektes Müllerstraße wesentlich beeinflusst haben. Daneben lobte ein Sprecher von Google Schweiz die Ausstattung des Objektes in puncto ökologischer Nachhaltigkeit. Lassen Sie es mich einfach formulieren: Swiss Prime vermietet keine Bruchbuden.

Ich empfehle die Aktie der Swiss Prime weiterhin uneingeschränkt zum Kauf, sofern Sie noch nicht engagiert sind. Der konservative Titel hat sicherlich nicht das Zeug zur großen Kursrakete. Aber wenn es irgendwann einmal wieder richtig scheppert am Markt, werden wir alle diese Aktie lieben. Solche Substanztitel bezeichne ich auch gerne als Depotstabilisatoren. Mehr dazu werden Sie nächstens an dieser Stelle lesen.

Empfehlung: kaufen (billigst)

Börsenplatz: Zürich